Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Klage gegen Spekulanten

Am vergangenen Freitag teilte die SEC (U.S. Securities and Exchange Commission, US-Börsenaufsicht) mit, dass sie eine Klage gegen die US-Investmentbank Goldman Sachs eingereicht hat. Die Bank habe einen Betrug begangen, in dem sie in der sich bereits ankündigenden US-Immobilienkrise Kunden weiterhin riskante Kreditpakete für Immobilien verkaufte, während ein bankeigener Fond bereits gegen die Entwicklung des Immobilienmarktes gewettet hat. Über diesen Interessenkonflikt hat die Bank nicht aufgeklärt. Diese Nachricht zog die Aktien- und Rohstoffmärkte weltweit runter. Die Aktie der wohl größten Investmentbank der Welt verlor zwischenzeitlich bis zu 15 Prozent ihres Wertes. Es ist den USA zu wünschen, dass in diesem ersten Akt der Aufarbeitung der Finanzkrise ein greifbares Ergebnis erreicht wird, denn die Frustration über die Verursacher und gleichzeitig die Gewinnler der Finanzkrise ist kaum noch steigerbar. Goldman Sachs ist in den Rohstoffmärkten stark engagiert, sodass auch die Ölnotierungen nachgaben. Der Dollar wird wieder einmal als sicherer Hafen gehandelt und steigt dementsprechend.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Konjunkturoptimismus
Spekulanten wollen hohen Ölpreis
Nachfrage steigt moderat
IEA, EIA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
Atomstreit mit dem Iran

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Nachfrage der OECD-Länder schwach
China muss Geldpolitik straffen
Sorge um Stabilität des Finanzsystems
OPEC liefert zuviel Öl
SEC-Klage gegen Goldman Sachs

Unsere Heizölpreise fallen weiter. Sie folgen dem Weltmarkt, der heute Morgen noch keine Gegenwehr gegen die Verluste vom Freitag zeigt. Wie lange die Verunsicherung in der Finanzbranche über die Klage der SEC anhält, ist ungewiss. Der Schlag gegen diese Form von Spekulation und Unehrlichkeit ist nur ein erster Lichtblick. Ansonsten heißt es, es geht weiter wie bisher. Und deshalb ist die Wahrscheinlichkeit für grundsätzlich steigende Preise zurzeit immer noch höher als die Wahrscheinlichkeit für fallende Preise. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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