Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Kleine Pause

Am Freitag sah es danach aus, als wollten die Ölpreise nachgeben. Europa ging mit einem schönen Abschwung ins Wochenende. Aber kaum hatte der Handel hier die Tore geschlossen, gaben die Händler in New York Gas. Angefeuert von Äußerungen Colin Powells über die mangelhafte Kooperation des Irak bei den Waffeninspektionen zogen die Notierungen an. Sie gewannen die Verluste des Tages zurück und schlossen erneut höher.

Nun hat Europa Nachholbedarf. Da die US-Händler heute wegen des Martin Luther King Tags frei haben, wird das Aufholen des Rückstands vermutlich die einzig nennenswerte Bewegung der Preise bleiben. Erfahrungsgemäß ist man hier wie auch in Fernost nicht so bewegungswillig bei der Ölpreisbildung wie in New York.

Die die Märkte bewegenden Themen sind am Beginn der neuen Woche unverändert. Kriegsdruck im Irak, Streiks und Unruhen in Venezuela und zögerliche Liefererhöhungen aus den OPEC-Staaten. Es ist ausnahmslos preistreibend. Der Aufwärtstrend ist voll intakt. Das Ende ist offen. Ein klein wenig Erleichterung könnte in den kommenden Tagen aus Venezuela kommen, wenn sich herausstellen sollte, dass man mit der Wiederaufnahme der Produktion doch vorankommt. Das behauptet die Regierung. Und das bezweifeln die Ölhändler an den Börsen noch.

Heute Morgen zieht der Gasölpreis an. Mit 269$ pro Tonne liegt er über dem Schlusspreis vom Freitag. Auf Grund des Nachholbedarfs kommt dieser Anstieg erwartungsgemäß.

Unser Heizölpreis wird mitziehen. Die Verbilligung vom Freitag wird er heute vermutlich wieder neutralisieren. Eventuell geht dabei sogar der Rückgang vom Donnerstag verloren. Es kommt also, wie es kommen musste. Heizöl verteuert sich. Verbrauchern, denen in diesen Tagen die Vorräte ausgehen, bleibt keine andere Wahl, als Heizöl zu Höchstpreisen einzukaufen. Einziger Trost ist vielleicht der, dass es noch teurer werden kann.

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