Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Kluge Politik sieht anders aus

Das iranische Parlament fordert die Regierung auf, unverändert am Atomkurs festzuhalten. Es pocht vehement auf das Selbstbestimmungsrecht der Nation. Israel droht unterdessen noch lauter mit einer Militäraktion gegen iranische Atomanlagen. Den USA gelingt es nicht, Israel von einer intelligenten Lösung des Konflikts zu überzeugen. Stattdessen steigen sie selbst in die alte Spirale der Gewalt ein. Nach den Sanktionen gegen den Iran üben sie nun den Ernstfall in der Straße von Hormus. Anrainer am Persischen Golf suchen bereits nach Wegen des Ölexports für den Fall, dass ihnen dieser Seeweg nicht mehr zur Verfügung steht. Die Versorgungslage ist aktuell nicht dazu geeignet, einen Ausfall der Ölmengen des Irans oder gar im Umfang der Transporte durch die Straße von Hormus auffangen zu können, auch wenn Politiker in diesen Tagen das Gegenteil behaupten. Die globalen Reservekapazitäten sind geringer als vor einem Jahr, als wegen des libyschen Bürgerkriegs nennenswerte Ölmengen ausfielen. Diese Mengen waren allemal kleiner als die Mengen, die nun bedroht sind. An den Börsen neigt man derzeit nicht zu Übertreibungen in der Sache, die extremes Preispotenzial in sich birgt. Dass die Lage generell zu steigenden Ölpreisen genutzt wird, soll niemanden wundern. Es ist denkbar, dass sich an diesem Konflikt ein erneuter Preisgang wie in 2008 entwickelt.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Kriegsrasseln in der Iranaffäre
Dementi zur Freigabe strategischer Reserven
Irak kürzt Ölexporte
Ausfälle von Lieferungen aus Südsudan, Jemen, Kanada
Stopp der Tiefseeförderung an einem Feld vor Brasilien
Asiatische Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Irak eröffnet neues Ölterminal
Diplomatie zum iranischen Atomprogramm lebt noch
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise steigen. Derzeit ist ein klassisches Bild für den Auftrieb verantwortlich, Ölnotierungen rauf, Dollar runter. Der Rückgang des Dollars reicht aber nicht aus, um den Aufstieg der Ölnotierungen zu annullieren. Durch die Iranaffäre entsteht eine schwer bullische Situation. Ohne den politischen Konflikt wäre die Lage eher neutral und die Preisbewegung relativ stabil. Mit einer Eskalation des Konflikts droht den Preisen Ungemach. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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