Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Kommission will Spekulation begrenzen

Es lebe der Dualismus. Die USA brauchen weniger Benzin, aber Benzin war gestern der Schrittmacher des Preisanstiegs. Es gibt aktuell genug Öl im Markt, aber die IEA (Internationale Energie Agentur) warnt vor Engpässen. Die IEA revidiert ihre Nachfrageprognosen nach unten, aber sie beschreibt die Lage pessimistischer. Die OPEC steigert ihre Lieferungen, aber die Preise reagieren nicht. Die Ölpreise würgen den privaten Konsum ab, aber der Ölkonsum in den betreffenden Ländern sinkt kaum. Die EZB droht höhere Zinsen an, aber der Dollar steigt. Der Dollar steigt, aber der Ölpreis sinkt nicht. Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) versucht in Kooperation mit ihrer britischen Schwesterbehörde Financial Services Authority (FSA), die Spekulation auf Rohöl zu limitieren, aber Banken werben breit für den Einstieg ins Geschäft mit Ölpapieren. Die Widersprüche halten die Ölpreise aktuell in einer Art Seitwärtsbewegung. Diese droht ständig nach oben auszubrechen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Banken und Analysten heben Preisprognosen an
Israel droht dem Iran wegen des Atomprogramms
OPEC lehnt Produktionserhöhung ab
Hurrikansaison in den USA
Terrorbedingter Produktionsausfall in Nigeria
Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Saudi Arabien bietet mehr Öl und einen Ölgipfel an
Rückgang der US-Nachfrage erwartet
US-Regierung will Ölkonsum senken
OPEC baut Förderkapazitäten aus
Hohes Reservepotenzial im Irak
US-Regierung um Dämpfung der Spekulation bemüht

Unsere Heizölpreise steigen, obwohl die internationalen Vorgaben das nicht erzwingen. Nun sorgen die heimischen Raffineure und Importeure für Auftrieb. Die Heizölnachfrage ist zwar extrem gering. Das dämpft aber keineswegs den Preis. Denn die Vorlieferanten haben sich darauf eingestellt. Im Kraftstoffgeschäft ist die Nachfrage groß genug, um Produktströme dorthin umzulenken. Wenn eine geringe Heizölnachfrage auf ein noch geringeres Angebot trifft, steigen die Preise eben auch. Richtig problematisch wird es, wenn die Heizölnachfrage auf ein Normalniveau zurückkommt. Damit rechnen wir im Herbst. Sowohl für den Preis als auch für den Liefertermin ist es sinnvoll, sich aus allgemeinen Kaufphasen herauszuhalten. Noch ratsamer ist es, sich des eigenen Verbrauchs anzunehmen. Mit esytrol können Sie diesen studieren, um ihn anschließend gezielt zu reduzieren.

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