Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Konfliktherde kühlen ab

Dass es im Zuge des laufenden Aufwärtstrends zum Sprung über die 100-Dollar-Marke für das Barrel Rohöl kommt, ist alles andere als sicher. Zwar scheint für die mehrheitlich bullisch eingestellten Marktteilnehmer dieses Ziel die oberste Handlungsmaxime zu sein. Die Versorgungslage rechtfertigt aber selbst den aktuellen Preis nicht. Es hat sich eine Spekulationsblase gebildet. Spannender als die 100-Dollar-Frage ist die Berst-Frage. Wann platzt die Blase? Möglicherweise sind beide Fragen miteinander verbunden. Die Tagespolitik, aktuell der Türkei-Irak-Konflikt und Bushs Weltkriegsszenario wegen des iranischen Atomprogramms, treten in ihrer Gewichtung deutlich hinter die 100-Dollar-Gier zurück. Der Dollar selbst gibt sich nach kurzem Aufbäumen gegen seinen Abgang diesem wieder hin.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Skepsis zur Heizölversorgung bei extremen Temperaturen
Raffinerieprobleme in den USA
Nachfrage steigt im vierten Quartal
Chinas Nachfrage steigt weiter kräftig
Bush droht dem Iran mit Krieg wegen des Atomprogramms
Türkei droht mit Militäraktion gegen PKK im Irak
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Entspannung im Türkei-Irak-Konflikt
Bush relativiert Weltkriegsdrohung
US-Konjunktur wackelt
OPEC sieht Märkte ausreichend versorgt

Unsere Heizölpreise geben weiter nach. Die Richtung hat wenig Stabilität. Kurzfristig muss eher mit anziehenden Preisen gerechnet werden. So rasant wie am Weltmarkt wird es im Inland aber nicht aufwärts gehen. Der Dollar hält den Heizölpreis im Vergleich zu Gasöl und US-Heizöl flach. Trotz des anhaltenden Aufwärtstrends ist es keinesfalls sicher, dass die Höchstpreise vom September 2005 in diesem Winter überschritten werden. Der Temperaturverlauf wird darüber entscheiden.

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