Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Konjunktur trübt sich ein

Nun schlägt sich die Euro-Krise langsam auch auf die deutsche Wirtschaft nieder. Insbesondere der Export in den Euro-Raum lässt nach. Die Sparmaßnahmen und die verschlechterte Kreditvergabe für Unternehmen in der Euro-Zone lässt die Auftragslage schmelzen. Das wirkt sich auf den Kurs des Euro aus. Der schwächelt weiter, weil die Konjunktur-Lokomotive Deutschland an Zugkraft verliert. Auch Frankreich und Spanien melden schlechtere Konjunkturdaten. Dennoch hat nun die Ratingagentur Fitch die Spitzennote AAA für Deutschland bestätigt. Nachdem Standard & Poor’s dies letzte Woche tat, steht nun Moody’s isoliert mit einem negativen Ausblick für Deutschland da. Aber auch Fitch bemerkt, dass Deutschland bereits jetzt an die Grenze seiner Belastbarkeit stoße und weiterhin Haushaltsdisziplin wahren sollte.

Die US-Bestandsdaten wurden gestern veröffentlicht und hatten einen weiteren bullischen Effekt auf die Ölnotierungen. Dazu kommt für die USA, dass der Wirbelsturm Ernesto zu einem Hurrikan heraufgestuft wurde. Es besteht die Gefahr, dass die Ölanlagen im Golf von Mexiko in Mitleidenschaft gezogen werden. DOE (Department of Energy) und API (American Petroleum Institute) meldeten nicht vollkommen übereinstimmend, aber in der Tendenz ähnlich und kamen überwiegend zu Abbauten in den US-Beständen. Die Zahlen zur wöchentlichen Veränderung lauten wie folgt:

Rohöl: -3,7 Mio. Barrel (DOE) bzw. -5,4 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: -0,7 Mio. Barrel (DOE) bzw. +2,5 Mio. Barrel (API)
Benzin: -1,8 Mio. Barrel (DOE) bzw. +0,4 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Abbau von 6,2 (DOE) bzw. 2,5 (API) Mio. Barrel. Die Raffinerieauslastung ist wieder auf immer noch starke 93 Prozent gestiegen. Die Gesamtbevorratung ist seit drei Jahren kaum verändert, wie diese Grafik zeigt. Die US-Nachfrage sinkt im gleichen Zeitraum weiter.

Heute Morgen halten sich die Notierungen auf leicht korrigiertem Niveau. Im späten Handel wurden noch Gewinne mitgenommen. Aktuell kostet die Tonne Gasöl 953,00 Dollar. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 93,68 Dollar und in London zu 112,26 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 97,00 Eurocent.

Unsere Heizölpreise ziehen erneut kräftig an. Öl- und Dollarnotierungen geben hierfür den Anlass. Wie bereits gestern beschrieben, sehen wir zurzeit keine Anzeichen für eine Entspannung der Lage. Wahrscheinlicher ist ein weiterer Anstieg. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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