Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Konjunkturdaten gut, Ölpreis gut

Das US-Verbrauchervertrauen ist besser als prognostiziert. Solch frohe Kunde löst üblicherweise bullische Reflexe aus. Die Standardfloskel auf derartige Meldungen nennt die Aussicht auf einen höheren Ölverbrauch als Grund für steigende Preise. Aber weder stiegen die Preise, noch wurde von höherer Nachfrage gesprochen. Im Gegenteil, die Preise fielen und zwar kräftig. Irgendeine Kleinigkeit ist da schief gelaufen, die dem ganzen Spekulantenhaufen das Geschäft verdorben hat. Nicht der Bullenreflex sondern der Fluchtinstinkt bestimmte gestern Abend den Markt. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Akteure der überzogen hohen Preise bewusst sind. Da muss eine Menge Angst im Spiel sein, das eingesetzte Geld zu verlieren. Tageweise ist sie spürbar. Tendenziell wird diese Angst aber von der Sucht auf Gewinn bei steigenden Kursen übertroffen. Die Währungsspekulation ist derzeit auf Eis gelegt. Der US-Dollar hält das Niveau bei rund 70 Eurocent.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Für positiv erklärte Konjunkturdaten weltweit
Hurrikansaison in den USA
OPEC-Exporte sollen fallen
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: EIA, OPEC und IEA prognostizieren Verbrauchsrückgang
Weltbank sieht Weltwirtschaft schrumpfen
Überproduktion von Rohöl
Öllager randvoll

Unsere Heizölpreise geben deutlich nach. Der Weltmarkt lädt sie dazu ein. Dass sie durch diesen Ruck aus ihrem Seitwärtstrend gerissen werden, können wir uns noch nicht vorstellen, obwohl ein ordentlicher Abgang aus fundamentaler Marktsicht längst fällig wäre. Die Gier der institutionellen Spekulanten ist noch nicht besiegt. Man muss damit rechnen, dass sie weiter Geld ins Spiel pumpen werden, das die Preise hoch hält. Wer demnächst Heizöl braucht, sollte die Gunst der Stunde wahrnehmen und kaufen. Wer ausreichend befüllt ist, kann auf tiefere Preise in den Wintermonaten setzen. Dann wird der hartnäckigen Spekulantenszene auffallen, dass gar nicht soviel geheizt werden kann, um all das gebunkerte Heizöl aus den Lagern zu verwerten. Das beflügelt Angst und Fluchtreflexe. Wenn sie die Preisentwicklung verfolgen möchten, ohne das Internet zu konsultieren, sollten Sie unseren Preisalarm verwenden.

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