Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Konjunkturdatenlotterie läuft weiter

Mangels anderer Impulse handeln Finanzjongleure Konjunkturdaten. Die Sache ist für die Festsetzung der Ölpreise eigentlich lächerlich, da die Variation der Daten gering und der konjunkturelle Einfluss auf die Ölnachfrage noch geringer ist. Die Entwicklung in den USA gibt hierzu ein Zeugnis. Das Land hatte in 2005 einen Spitzenverbrauch erreicht. Seitdem sinkt die Nachfrage. Daran ändern auch gute Konjunkturzahlen nichts. Allenfalls verstärken besonders schlechte Zahlen wie in 2008 den Effekt. Ähnlich sieht es in fast allen reifen Industriestaaten aus. In diesen Ländern gibt es einen Trend zu weniger Ölkonsum. Das ist die natürliche Reaktion auf den Preis und die Tatsache, dass Öl tendenziell knapp ist. Das moderate globale Nachfragewachstum kommt aus den neuen Industrienationen. Auch das ist eine Selbstverständlichkeit bei der Entwicklung der Ökonomien. Langfristig werden selbst diese Länder sparsam mit Öl umgehen. Am Freitag mussten Spekulanten die Umkehrung der Daten vom Vortag zur Kenntnis nehmen. Zum x-ten Mal sind die Zahlen unbefriedigend. Gepaart mit der Tatsache, dass das Ölangebot aktuell gut ist, folgt daraus ein bärisches Momentum. Es wurde am Wochenende durch neue Zahlen aus China verstärkt. Vermutlich werden die Notierungen in dieser Woche wieder moderat nachgeben.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Notenbanken geben frisches Geld
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Chinas Konjunkturdaten schwach
Globale Konjunkturaussichten schwach
Ölangebot wächst
OPEC produziert über Quote
Schuldenprobleme im Euroraum

Unsere Heizölpreise sind am oberen Rand ihres Seitwärtstrends angekommen. Wahrscheinlich drehen sie nun wieder abwärts. Jedenfalls lassen die Ölbörsen das erwarten. Der Dollar wird dagegen halten. Er sollte wieder zulegen. Große Bewegungen werden bei dem Spiel nicht herauskommen. Der Binnenmarkt müsste mit den Oktobermengen, die nun zur Verfügung stehen, stressfrei funktionieren. Einen Kaufrausch, der das verhindern könnte, erwarte ich nicht. Sie könnten eine kleine Spekulation im kurzfristigen Bereich wagen. Ende dieser Woche sollte Heizöl zwei bis drei Prozent weniger kosten. Wer genug Öl im Tank hat, um wenigstens über den Jahreswechsel hinauszukommen, kann die größere Spekulation riskieren. Mit Glück ist Heizöl im Winter sechs Prozent günstiger. Aber Vorsicht, diese Aussage ist höchst spekulativ. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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