Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Konsolidierung auf hohem Niveau

Die gute Nachricht ist, dass die Preise nachgeben. Die schlechte Nachricht ist, dass das keinen Effekt auf die deutschen Heizölpreise hat. Den aktuell deutlichsten Rückgang zeigt Benzin. Gasöl verharrte hingegen auf höchsten Niveau. Für Rohöl ist eine beginnende Gegenreaktion zu erahnen. Das war in den vergangenen Tagen mehrmals der Fall. Bisher blieb ein spürbarer Effekt aber aus. Die fundamentale Lage hat sich leicht verbessert. Für eine echte Preiswende ist das kaum ausreichend. Eine grundsätzliche Veränderung könnte der Markt durch die Dollarentwicklung erfahren. Man geht derzeit davon aus, dass die US-Notenbank heute die letzte Zinssenkung verkünden wird. Damit wäre die Talfahrt des Dollars eventuell beendet. Eine Umkehrung der Dollarentwicklung wäre eine gute Voraussetzung, für ein vorläufiges Ende des Ölpreisanstiegs.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Produktionsausfall in Nigeria
Russland meldet Peak Oil
OPEC will aktuell keine Produktionserhöhung
Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012

preisdrückende (bärische) Einflüsse: IEA reduziert Nachfragewachstum um 35 %
Hohe OECD-Vorräte
US-Konjunktur steckt in einer Rezession
US-Regierung will Ölkonsum senken

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Ein leichter Rückgang liegt in der Luft. Am Weltmarkt scheint mittelfristig sogar eine deutlichere Entspannung möglich zu sein. Da diese wahrscheinlich von einem Dollaranstieg ausgelöst werden würde, hätte das auf die heimischen Heizölpreise nur geringe Auswirkung. Trotz des scharfen Heizölpreisanstiegs kann man feststellen, dass dieser moderater ausfiel als andernorts auf der Erde. Ein möglicher, aber deutlich geringerer Rückgang würde hierzulande ebenfalls weniger Wirkung zeigen.

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