Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Korrekturversuch

Eine Gegenreaktion ist überfällig. Händler bereiten sich darauf mit neuen Interpretationen ursprünglich bullischer Argumente vor. Gestern verlor Rohöl in New York 1,50$ pro Barrel. Zwei Elemente fehlen allerdings, um der Korrektur vertrauenserweckenden Schwung zu verleihen: Eine finale Überhitzung der Preise und ein starkes Initialargument.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Generalstreik in Nigeria
Sorge über Heizölverknappung zum Winter
Terrorgefahr für irakische und saudische Produktionsanlagen
OPEC an der Grenze ihrer Förderkapazitäten
Nachfragewachstum über allen Erwartungen
Charttechnik, Aufwärtstrend dominant

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Russische Lieferungen sollten trotz Yukos-Pleite ungehindert fließen
Positive Zahlen zu den US-Vorräten erwartet
Irak erhöhte im September Ausstoß deutlich
Angebot müsste eigentlich ausreichen
Strategische Vorräte der USA könnten geöffnet werden
Charttechnik, Gegenreaktion überfällig

Unsere Heizölpreise sind nicht weiter gestiegen. Eventuell geraten sie heute sogar unter Druck, denn am Weltmarkt deutet sich ein Stimmungswandel an. Für die Prognose deutlich besserer Preise ist es allerdings noch zu früh. Nachdem Verbraucher in diesem Jahr zu lange mit ihren Bestellungen gewartet haben, entwickeln sich nun mit dem Einsetzen notgedrungener Kauforders wegen leerer Tanks Lieferengpässe. Die Lieferzeiten sind in Einzelfällen bereits auf 5 Wochen gestiegen. Das Problem würde sich bei deutlich nachgebenden Preisen verschärfen.

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