Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Kreislauftrick 2.0

Ölnotierungen rauf, Dollar runter. Das Muster funktionierte auch gestern. An den Börsen wird die großzügige Unterstützung der Finanzwirtschaft gehandelt. In den Wirtschaftsmedien wird die Fiktion des Konjunktureinbruchs erzählt. Sie hat breite wissenschaftliche Unterstützung. Ihr zufolge müssten Aktien- und Ölkurse sinken. Die Industrierealität sieht anders aus. Aktien- und Ölkurse steigen. Finanzjongleure bauen eine eigene Welt. Die wird gerade mit sehr viel kreditbasiertem Geld unterfüttert. Damit werden große unsolide Finanzgeschäfte gemacht. Solide sind nur die Schulden zu den Krediten. Seit 2008 sind Geschäfte mit Staatsanleihen besonders beliebt. Dabei wird Staaten Geld gegen hohen Zins für die eigene Rettung geliehen. Heute ist die Welt erstaunt, dass dieses Kreislaufgeschäft neben einem beschleunigten Aufbau der Staatsschulden enormen Wertberichtigungsbedarf in den Bankbilanzen hinterlässt. Man versucht den Trick jetzt noch einmal mit noch mehr Geld. Wenn das Geld- und Finanzsystem keine Grundsanierung erhält, ist das Ende des zweiten Versuchs heute schon bekannt. Die unsoliden Geschäfte werden Aktien- und Ölnotierungen zwischenzeitlich in die Höhe treiben. Übrigens, in Europa ist die Ölversorgung derzeit aufgrund von regionalen Angebotsstörungen und guter Nachfrage angespannt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Geldspritze für Europas Banken
Keine schlechten Konjunkturdaten in den USA
Gute Konjunkturdaten aus Europa
Aufstockung des EFSF
US-Bestandsdaten
Chinas Ölkonsum wächst
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Staatsschulden in den alten Industrienationen
Griechenland vor Pleite
US-Konjunktur läuft schlecht
EU-Konjunktur gibt nach
Nachfrageprognosen gesenkt
Weltmarkt gut mit Öl versorgt

Unsere Heizölpreise konnten sich in den letzten Tagen trotz des kräftigen Anstiegs der Ölnotierungen relativ unbeschadet durch die Affäre bewegen. Sie wurden vom nicht minder kräftigen Dollarrückgang „gerettet“. Gerettet sind bis auf weiteres auch die unsolide wirtschaftenden Banken. Sie sind in den kommenden Monaten die größte Gefahr für den Heizölpreis, weil ihre Rettung unter anderem die Spekulation mit Öl anheizen wird. Dabei wird der Preis eher steigen als fallen. Der Dollar hat immerhin weiteres Rückschlagspotenzial. So bleibt die Hoffnung, dass sich die erwartete Teuerung in Grenzen hält. Temporäre Preisrückgänge kleineren Ausmaßes sind natürlich immer möglich. Um die aufzuspüren, kann unser Preiswecker hilfreich sein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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