Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Kriegsgegner dominieren den Ölhandel

Gestern war Lagertag. Die neuen Zahlen über die Ölvorräte in den Tanklagern wurden veröffentlicht und die Spitzenvertreter im Lager der Kriegsgegner trafen sich. Die Zahlen versprechen nichts Gutes für den Ölpreis, die Kriegsgegner versprechen nichts Gutes für George Bush. Letzteres ist gut für den Preis.

Die Legitimation eines Krieges gegen den Irak durch die UNO wird es nicht geben. Das ist das Ergebnis des Treffens, das de Villepin, Iwanow und Fischer gestern kurzfristig in Paris anberaumten. Nachdem diese Nachricht über die Ticker kam, rauschten die Ölpreise abwärts. Rohöl verlor dabei deutlich über einen Dollar. George Bush schaffte es, der Talfahrt ein Ende zu bereiten, indem er wage Ideen über seine Kriegsplanung ausplauderte.

In der Hektik um das Thema Krieg gerieten die Daten über die Ölvorräte in Vergessenheit. Dabei sind sie durchaus brisant, zeigen sie doch, dass der Verlust weitergeht. Die beiden dafür zuständigen Stellen API und DOE kommen zwar zu unterschiedlichen Ergebnissen bei den verschiedenen Produkten, die Tendenz ist aber eindeutig. Insbesondere bei Heizöl geht der Abbau unvermindert weiter (siehe Charts). Da die Märkte die Thematik gestern aus oben genannten Gründen nicht mehr auf dem Plan hatten, muss damit gerechnet werden, dass es eine späte Reaktion auf die Lagerzahlen geben wird. Und die kann nur ?höhere Preise? heißen.

Heute Morgen legt der Gasölpreis leicht zu. Mit 334,75$ pro Tonne steht er 4$ über dem gestrigen Startwert. Wir erwarten weitere Steigerungen.

Unsere Heizölpreise werden sich dem Gasölpreis anschließen. Wir erwarten auch hier leichte Steigerungen. Mit starken Bewegungen rechnen wir derzeit nicht. Der Aufwärtsdrang sollte als Tendenz nicht aber als Sprung sichtbar werden.

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