Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Krise ist immer

Schuldenkrise, Eurokrise, Dollarkrise, Wirtschaftskrise, EU-Krise, CO2-Krise, Nahostkrise, Ölkrise. Das ist nur ein Teil der gesamten Kriseliste. Bei so viel Krise kann man sich an Krise gewöhnen. Das scheint in der Finanzszene der Fall zu sein. Den Kursen und Indizes sieht man krisenbedingte Emotionen kaum noch an. Die USA befinden sich in einer schwierigen Lage. Gleichwohl werden seit Wochen freundliche Konjunkturdaten kommuniziert. Die EU könnte zerbrechen. Der Euro hält sich dennoch wacker auf einem mittleren Kursniveau zum Dollar. Das, was meist mit viel Getöse durch die Medienlandschaft geistert, zieht an der Finanzwelt vorbei. Das heißt nicht, dass hinter ihren Kulissen alles in Ordnung ist. Im Gegenteil, dort wird nach neuen Wegen gesucht. Offensichtlich lässt sich aber der alte Weg noch einige Zeit beschreiten, ohne dabei in unbeherrschbare Turbulenzen zu geraten. Selbst in der Ölwelt, in der mit dem Fall Iran ein äußerst brisantes Thema aufgeschlagen wird, das Europa erneut in die Bredouille bringen könnte, ist Gelassenheit angesagt. Im Augenblick ist sie der europäischen Sanktionszurückhaltung zu verdanken. Griechenland, Italien und Spanien, die europäischen Hauptkunden des Irans, können sich kein weiteres Problem leisten. Deshalb verzichteten die EU-Außenminister auf eine scharfe Gangart in der Sanktionsfrage. Das Problem könnte in Kürze allerdings dennoch virulent werden, weil der Iran seine Ölproduktion der kommenden Monate bereits nach Asien verkauft hat. Damit würde zwar das globale Preisniveau beim Öl einigermaßen frei von besonderen Einflüssen bleiben. In Europa könnte Öl wie bereits durch den Ausfall Libyens aber teurer werden. Aktuell befindet sich die Preisentwicklung noch in einem Seitwärtstrend.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Sanktionen gegen den Iran
Zentralbanken sorgen für entspannten Geldumlauf
Konjunkturaussichten der USA freundlicher
OPEC erhöht Nachfrageprognose
Globale Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Staatsschulden in den alten Industrienationen
Negative Konjunkturerwartungen in Europa
Schwache Nachfrage der reifen Industriegesellschaften
Saudi Arabien zu Erhöhung der Liefermengen bereit
Libyen baut Produktion rasch wieder auf

Unsere Heizölpreise haben den strengen Aufwärtstrend verlassen. Die beruhigte Gangart an den Börsen eröffnet ihnen die Möglichkeit, im kurzfristigen Bereich eine neue Ausrichtung zu suchen. Dabei hat sich bisher ein moderater Preisnachlass von drei Prozent ergeben. Es könnte etwas mehr Nachlass herauskommen. Einen veritablen Preiseinbruch wird es derzeit aber nicht geben. Der ließe sich mit keiner ruhigen Gangart vereinbaren. Längerfristig gehen wir von steigenden Heizölpreisen aus. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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