Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Kunden sind mit Heizölpreisen sehr zufrieden

Internationaler Markt

In der Ostukraine nimmt die Geschichte den erwarteten Verlauf. Langsam aber stetig tastet sich Russland an die Annexion heran. Der Westen kann und will dem nichts entgegensetzen. Die Ukraine verheizt ihre Soldaten in sinnlosen Scharmützeln und verbrennt ihr spärlich vorhandenes Geld in einem Krieg, den sie nicht gewinnen kann. Eigentlich müsste sie längst pleite sein, aber offensichtlich hat sie neue Geldquellen aufgetan. In Russland werden die nicht liegen. So kann das Scheingefecht zur Rettung des Völkerrechts auf unbestimmte Zeit weitergehen, bis der Preis für Ost und West hoch genug ist, um dem Denken eine neue Richtung zu geben. Die Wirtschaft beider Seiten weist bereits deutliche aber noch ungenügend hohe Bremsspuren auf. Wirklich schlimm traf es bisher nur die Bevölkerung der Kriegsregion. Man kann sich ausmalen, wie verzweifelt die Menschen sind, in deren Namen um die Zugehörigkeit zur Ukraine oder zu Russland gekämpft wird.

Dass Finanzjongleure angesichts dieser Situation unaufgeregt mit der Bewertung von Öltiteln umgehen, muss niemanden wundern. Sie werden eine einfache Risikoabschätzung vornehmen, die dem möglichen Ausfall russischen Öls den wahrscheinlichen Schaden für die Konjunkturentwicklung gegenüberstellt. Dabei kann nur herauskommen, dass das Öl munter fließt und die Konjunktur in die Knie geht. Das ist nicht das Szenario, das Ölpreise in die Höhe treibt.

In die Höhe getrieben werden die Ölpreise momentan allenfalls durch ein paar gute Konjunkturdaten aus den USA. Auf schlechtere Daten, die jedweden Anstieg wieder zurücknehmen, werden wir nicht lange warten müssen. Die Konjunkturzahlen reichen allerdings aus, um den Dollar stetig aufwärts zu leiten. Dazu trägt nicht zuletzt die schlechtere Entwicklung in Europa bei. Damit schlösse sich der Kreis, wenn es nicht Mario Draghi gäbe. Der Chef der EZB plant mit dem Ankauf von Staatsanleihen, die Wunderwaffe zur Verbesserung der Konjunktur einzusetzen, deren Kollateralschäden bis heute weder geklärt noch beziffert sind. Sie taugt aber allemal, um Öl schließlich doch teurer zu stellen.

Heute Morgen setzt sich der seitwärtsgerichtete Tanz der Ölnotierungen an den Börsen fort. Eine nennenswerte Änderung wird es wohl nicht geben. Der Dollarkurs wird tendenziell weiter steigen. Die Tonne Gasöl kostet 865,25 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 94,76 Dollar und in London zu 102,73 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,7597 Euro . Damit kostet der Euro 1,3164 Dollar .

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise zeigen wenig Bewegung. Sie stecken in einem schwach steigenden Trendkanal fest, wie dem 3-Monats-Chart der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zu entnehmen ist.

Der Binnenmarkt boomt. Gute Auftragseingänge sorgen für längere Lieferzeiten und tiefere Rabatte als üblich. Gemäß unserem Schwarm-O-Meter für Heizöl signalisieren die Kunden mit ihrem Kaufverhalten, dass sie mit den Heizölpreisen trotz des jüngsten Anstiegs sehr zufrieden sind.

Eine kleine Mehrheit unserer Leser glaubt weiterhin an günstigere Preise. Wer auf Abgang setzt, sollte sich des Risikos der Wette bewusst sein und das Geschehen eng verfolgen. Schließlich herrscht Krieg an verschiedenen ölrelevanten Orten. Der sollte trotz aller Beruhigungspillen, die hier verabreicht werden, nicht unterschätzt werden.

Das mathematische Tiefpreis-System zeigt kein Kaufsignal. Das deckt sich mit der Preiserwartung der Leser aber nicht mit dem Kaufverhalten der Kunden. Viele von ihnen beurteilen die Preise sinnvollerweise im politischen Kontext und im Zusammenhang mit dem eigenen Heizölvorrat. Das kann unsere Mathematik nicht bieten. Sie leitet Signale einzig aus der Preisbewegung der Vergangenheit ab.

Der Preistrend weist nur im kurzfristigen Bereich schwach aufwärts. In allen anderen Zeitstufen sind die Abwärtstrends noch intakt. Aus dem längerfristigen Trend wird allerdings deutlich, dass die Hoffnung auf günstigere Preise grenzwertig ist. Sie verliert ihr solides Fundament. Wie gesagt, darauf zu setzen, ist eine Risikowette. Bleibt zu erwähnen, dass die aktuellen Heizölpreise deutlich unter dem Niveau der letzten drei Jahre zum gleichen Zeitpunkt liegen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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