Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Kurse brechen aus

Die Zeit der ruhigen Kursbewegungen ist vorbei. Gestern schossen die Ölpreise in die Höhe. Die Tatsache, dass Russland sein Gas für politische Zwecke nutzt, schockiert den Handel. Sie könnte dazu führen, dass die europäischen Nationen ihren Energiemix zu Gunsten des Öls umschichten, um die Abhängigkeit von Russland zu reduzieren. Damit würde das ohnehin hohe Nachfragewachstum beim Öl beschleunigt. Ein als Endzeitprognostiker bekannter Ölexperte sieht den Rohölpreis schon bei 200 bis 250 $ pro Barrel. Dem Dollar kommen die Zinserwartungen abhanden. Er gibt kräftig nach. Ölpreise und Dollar verlassen ihre Seitwärtstrends.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Russland ein gefährlicher Energielieferant
Weltweites Nachfragewachstum wird beschleunigt
IEA hebt Nachfrageprognose an
Raffineriekapazitäten knapp
Iran fordert Kürzung der OPEC-Liefermengen
Gesunkener US-Verbrauch nicht nachhaltig

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Milde Temperaturen in den USA
Rohöl- und Heizölvorräte auskömmlich
US-Verbraucher sparsamer

Unsere Heizölpreise steigen kräftig an. Die Impulse dazu liefert Russland mit seinem Verhalten im Gasstreit. Damit kommt eine unerwartete politische Komponente ins Spiel der Preisbildung. Russland wird alles daran setzen, den entstandenen Eindruck zu korrigieren. Ob das gelingt und sich die Preise beruhigen lassen, bleibt abzuwarten. Noch halten wir an unserer Prognose fest, dass sich die Heizölpreise in nächster Zeit in den Grenzen der Novemberpreise bewegen werden.

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