Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Kurzfristiger Abwärtstrend

Die Preise bewegen sich seit dem Wochenende in eine ungewohnte Richtung. Sie fallen. Gestern haben sie sogar eine Trendlinie des langfristigen Preisanstiegs nach unten durchbrochen. Bemerkenswert. Schon keimt Hoffnung auf, dass der rasante Preisanstieg ein Ende finden könnte. Das wird er wohl nicht. Denn die wesentlichen Marktumstände haben sich nicht geändert. Die Sorge, dass das Angebot die Nachfrage nicht befriedigen kann, bleibt hoch. Das Wachstum der Weltwirtschaft zeigt zwar Bremsspuren. Aber zum Stillstand kommt es nicht. Also wird die Nachfrage weiter steigen. Und das Angebot? Man redet darüber, im Guten wie im Bösen. Ob dabei mehr Öl herauskommt, muss sich zeigen. Dem aktuellen Preisrückgang liegen ein paar tagespolitische Meldungen zu Grunde. Die sind flüchtig. Freundlichkeiten mit dem Iran ausgetauscht, Hurrikan nimmt unkritische Bahn. Der Dollar befindet sich in der Mitte einer seitwärtsgerichteten Schwingung. Die Geldwelt wartet auf ein magisches Wort von Ben Bernanke. Aber dem Mann bleibt die Magie versagt. Die hatte sein Vorgänger. Vielleicht kommt morgen vor dem US-Repräsentantenhaus der Durchbruch.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Israel droht dem Iran wegen des Atomprogramms
Iran droht mit Schließung der Straße von Hormus
Libyen droht mit Mengenkürzung
OPEC lehnt Produktionserhöhung ab
Hurrikansaison in den USA
Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2013

preisdrückende (bärische) Einflüsse: EU-Angebot an den Iran zur Beilegung des Atomkonflikts
Hurrikan Bertha keine Bedrohung für US-Ölanlagen
EIA und IEA senken Nachfrageprognosen
Rückgang der OECD-Nachfrage
China setzt Inlandspreise für Ölprodukte herauf
Saudi Arabien bietet mehr Öl an
US-Regierung will Ölkonsum senken
Aufsichtsbehörden um Dämpfung der Spekulation bemüht

Unsere Heizölpreise sind gefallen und das durchaus spürbar. Hoch sind sie weiterhin. Das wird sich grundsätzlich nicht ändern. Dass der Preisrückgang eine Zugabe gibt, darf gehofft aber nicht erwartet werden. Wer sich in diesem Moment für die Preisentwicklung interessiert, bekommt einen Bonbon. An der Tatsache, dass das Interesse langfristig besser bei der eigenen Verbrauchsentwicklung aufgehoben ist, kommt man dennoch nicht vorbei. Am eigenen Haus gibt es mit Sicherheit viel Energetisches zu tun. Das wird deutlich, wenn man den Verbrauch auf esytrol protokolliert.

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