Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Lage bleibt bullisch

Die allgemeine Versorgungslage ist entspannt. Signale für eine weit reichende Störung liegen nicht vor. Die OPEC hat die Lieferungen im Juni leicht erhöht. Der Iran nimmt die aggressive Gangart im Atomprogramm ein wenig zurück, ohne das Programm selbst in Frage zu stellen. In den USA gingen mehrere Raffinerien wieder in Betrieb. Dadurch sanken die Benzinnotierungen kräftig. Aus der Nordsee werden kleinere Produktionsstörungen gemeldet. Trotz der insgesamt befriedigenden Lage bleiben alle Papiere einschließlich Benzin im Aufwärtstrend. Die Entwicklung der Rohölpreise wirkt überhitzt. Der Dollar verliert erneut an Wert und bringt den Euro auf den nächsten Rekordstand. Devisenhändler monieren unzureichende Konjunkturdaten aus den USA.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Produktionsstörungen in der Nordsee
Instabile Lage in Nigeria
Atomkonflikt mit dem Iran
Raffinerieprobleme in den USA
Negative Hurrikanprognosen für die USA
Weltwirtschaft wächst stärker als prognostiziert
Charttechnik: stabiler Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC erhöhte Lieferungen im Juni geringfügig
OPEC sieht Märkte ausreichend versorgt
Iran reduziert Aggressivität im Atomstreit
Wiederinbetriebnahme einiger US-Raffinerien
US-Rohöllager prall gefüllt
US-Benzinnachfrage könnte sinken
Nigeria wird stillgelegtes Ölfeld im Juli reaktivieren

Unsere Heizölpreise steigen unterschiedlich stark. Während sie im Norden annähernd seitwärts tendieren, legen sie im Süden kräftig zu. Ein Abschlag von zeitweise mehr als zehn Prozent ist auf fünf bis sechs Prozent zurück gegangen. München verliert das untypische Prädikat, billigster Heizölstandort Deutschlands zu sein. Die Entwicklung wird sich in den kommenden Wochen vermutlich weiter normalisieren. Am Ende wird das Preisgefälle wieder von Süden nach Norden zeigen und nicht umgekehrt. Die Preise in Hamburg haben die engste Bindung an die Vorgaben des Weltmarkts.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen