Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Lage ist stabil instabil

Die schnelle Wende gehört zum Geschäft. Das gilt für die Börsen und für die Politik. Aktien-, Öl- und Devisennotierungen pendeln auf und ab, wobei die Ausschläge bei Aktien und Devisen weit sportlicher sind als beim Öl. Ähnlich sieht es in der Politik aus. Allein gestern wechselten die Aussagen über Griechenland, seine politischen Handlungen und seine Rettung mehrfach die Richtung. Selbst im als stabil geltenden Deutschland gehört der politische Inhaltswechsel zum Tagesgeschäft. Bankenrettungen wurden vor drei Jahren zur Ultimaratio und zum einmaligen Sonderfall in der Geschichte erklärt. Heute sind sie wieder auf der Agenda. Rettungsschirme werden endgültig limitiert. Wenige Tage später wird für ihre Vergrößerung geworben. Banken- und Börsenregeln werden gefordert, abgelehnt und erneut gefordert, gerade wie der Zufall sie in die Redekonzepte gemischt hat. Über den Schuldenschnitt für Griechenland wurde ein Denk- und Sprechverbot verhängt. Nun soll er durchgeführt werden. Ein Austritt Griechenlands aus der EU sei kategorisch ausgeschlossen. Er wird kommen. All dem politischen Geschwätz fehlt der rote Faden. Es ist eine um Argumente entblößte Kakophonie. Ein Sanierungsplan existiert nicht. Es wird nicht einmal um Sanierung gerungen. Es wird lediglich um Zeit gekämpft. Der Kampf verkommt zum Krampf. Er vergrößert die Probleme, anstatt sie zu lösen. Ausdruck findet das in den Konjunkturprognosen der Notenbanken. Sie sind schlecht. Gleichwohl zelebriert die Finanzszene temporäre Aufhellungen in der Datenflut wie eine Wende zum Besseren. Das Auf und Ab der Börsenkurse wird uns noch lange erhalten bleiben.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Zinssenkung der EZB
Freundliche Konjunkturdaten aus den USA
US-Bestände sinken
Chinas Ölkonsum wächst
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Negative Konjunkturerwartungen
Nachfrageprognosen reduziert
Griechenland schockt die Finanzszene
Libyen baut Produktion rasch wieder auf
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise geben nach, obwohl die Ölnotierungen steigen. Wieder zeigt sich der Einfluss der Devisenbörsen als bedeutender. Dollar schlägt in diesen Tagen Öl. An dieser Tatsache wird sich in absehbarer Zeit nicht viel ändern. Sie spiegelt die außergewöhnliche Lage des Geld- und Finanzsystems wider. Mehr als andere Börsengeschäfte unterliegt der Devisenhandel politischen Regungen. Da diese unberechenbar und wechselhaft sind, werden sich die Preise ebenfalls unberechenbar und wechselhaft entwickeln. Wer auf günstigeres Heizöl spekuliert, sollte mit kleinen Einsparungen zufrieden sein. Wer mehr will, muss am eigenen Verbrauch arbeiten. Das geht nicht ohne Anfangsinvestition. Dafür ist der Erfolg garantiert. Hier ist ein Beispiel für so eine Einsparungsinvestition.

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