Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Lagerdaten überraschen

Viele Wochen lang sah es Mittwochs schlecht aus für die Ölpreise. Denn viele Wochen lang kam aus den USA die Kunde von rückläufigen Ölvorräten. Das schürte Befürchtungen über eine unsichere Versorgung während der Wintermonate. Und das unterstützte die vom Kriegsgerede aufgetriebenen Preise.

An diesem Mittwoch scheint sich die Lage etwas aufzuhellen. Das API (American Petroleum Institut), das mit seiner Schätzung leider nicht immer zufriedenstellend lag, speiste gestern nach Handelsschluss gute Kunde ein. Es meldete für alle Produkte deutliche Steigerungen in der letzten Woche. Zusammen mit den positiven Signalen aus dem Irak, wo die Inspekteure auf kooperative Bedienstete von Saddam Hussein treffen, wird den aufsteigenden Preisen unerwartet der Auftrieb abgeschaltet.

Die Lagerdaten im Einzelnen:

Rohöl gewinnt 3,7 Mio. Barrel zu Vorwoche und liegt damit 7,4% unter dem Vorjahresbestand.
Heizöl und Diesel gewinnen 3,3 Mio. Barrel zur Vorwoche und liegen damit 11% unter dem Vorjahreswert.
Benzin gewinnt 3,7 Mio. Barrel zur Vorwoche und liegt nun 4,5% unter dem Vorjahresbestand.

Damit hatte niemand gerechnet. Allerdings ist die Veränderung zum Vorjahr trotz der erfreulichen Zahlen marginal. D.h., von einer nachhaltigen Entspannung kann keine Rede sein. Das gilt übrigens auch für die Lage im Irak.

Daher verwundert es nicht, dass die Reaktion auf die vordergründig klaren Daten verhalten ausfällt. Der Gasölpreis, der gestern Abend bereits fiel, gibt heute Morgen weiter leicht nach. Mit 229,75$ pro Tonne liegt er knapp unter dem letzten Preis des Vortags.

Unser Heizölpreis steht heute Morgen ebenfalls etwas besser da als gestern. Großes sollte man aus der Momentaufnahme des Ölmarktes aber nicht ableiten. Heute Nachmittag könnte mit der Bekanntgabe der Lagerdaten des DOE bereits die Korrektur kommen. Außerdem bleibt die Kriegsgefahr im Irak weiter hoch. Damit ist die Chance auf nachhaltig sinkende Preise gering. Wir halten z.Z. maximal eine Gegenreaktion von 1 bis 1,5 Cent pro Liter bei 3000 Litern Liefermenge für möglich.

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