Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Lahmt die Weltwirtschaft oder nicht?

Heute werden wieder die US-Bestandsdaten veröffentlicht. Wie jede Woche, können von den Veröffentlichungen Impulse in die eine oder in die andere Richtung ausgehen. Die Gegenreaktion der letzten Preissteigerungen macht Hoffnung auf mehr. So lag der Preis für ein Barrel Öl im Verlauf der letzten Woche an der NYMEX bereits bei 99 Dollar. Aktuell liegt er bei etwas unter 94 Dollar. Leider können die Preise genauso schnell wieder steigen. Der gestrige Preisverfall soll auf die tatsächliche und eine mögliche Erhöhung der Förderquoten der Opec zurück zuführen sein. Diese Erhöhung scheint wahrscheinlicher, weil immer mehr Analysten von einer lahmenden US-Wirtschaft ausgehen. Aber nicht nur die US-Wirtschaft wächst weniger schnell, auch der Euroraum und Japan zeigen Schwächen. Bei sinkendem Verbrauch, sollte auch der Ölpreis fallen. Der Euro gibt ein wenig nach, bleibt aber auf sehr hohem Niveau.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Kaltwetterprognose für US-Heizölregion
Chinas Nachfrage steigt weiter kräftig
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Raffinerieprobleme in den USA
Türkei droht mit Militäraktion gegen PKK im Irak
USA verschärfen Sanktionen gegen den Iran
Charttechnik: starker Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Opec liefert mehr Öl
IEA senkt Verbrauchsprognosen
Saudi Arabien will mehr Öl liefern
Sorge über US-Konjunkturentwicklung
Weltweite Versorgung weist keine Löcher auf
OPEC sieht Märkte ausreichend versorgt

Unsere Heizölpreise fallen mit dem Weltmarkt. Man sollte dem schnellen Preisverfall aber nicht zu sehr trauen. Die Wetteraussichten in den USA sind eher schlecht. Hier wird die Nachfrage stark steigen. Das kann die Preise wieder beflügeln. Wenn heute die US-Bestandsdaten negativ bewertet werden, kann es bereits wieder nach oben gehen. Die Inlandsnachfrage nimmt langsam fahrt auf. Umso mehr dies geschieht, desto stärker werden auch wieder die Handelsmargen anziehen.

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