Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Langweiliger Handel

Nachdem die Eskalationsgefahr in der Iranaffäre auf Eis gelegt wurde, ist es um die Ölpreise stiller geworden. Sie dümpeln in einem seichten Abwärtstrend vor sich hin. Einzige Ausnahme sind die Preise für US-Rohöl WTI (West Texas Intermediate). Diese gehen aufgrund der vom Weltmarkt abgeschotteten Infrastruktur seit 15 Monaten einen Sonderweg. Damit ist in Kürze Schluss, weil der Anschluss an das globale Versorgungssystem bevorsteht. In den USA steigen die Rohölpreise auf Weltmarktniveau. Außer bei den WTI-Kontrakten gab es gestern nichts öltypisches zu handeln. Finanzjongleure folgten so allgemeinen Erscheinungen wie guten Konjunkturdaten für Europa und einer geglückten Auktion spanischer Anleihen. Derartige Einflüsse sind so wechselhaft wie das Wetter im April. Der daraus folgende leichte Anstieg der Ölnotierungen kann morgen bereits wieder annulliert werden. Der schwache Abwärtstrend ist momentan intakt.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Ausfälle von Lieferungen aus Nordsee, Südsudan, Jemen, Kanada, Iran, Brasilien
Asiatische Ölnachfrage wächst
Iran stoppt Lieferungen in mehrere EU-Länder
Ölembargo gegen den Iran

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: OPEC liefert mehr Öl
Hohe Ölbestände weltweit
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Chinas Konjunktur drosselt hohes Wachstum
Diplomatie zum iranischen Atomprogramm lebt noch
Freigabe strategischer Reserven möglich

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Die Vorgaben der Öl- und Devisenmärkte sind außerordentlich schwach. Große Sprünge sind in den nächsten Wochen nicht zu erwarten. Wir vermuten, dass der moderate Preisrückgang fortgesetzt wird. Dabei kann es durchaus zu Preissteigerungen auf Tagesbasis kommen. Die letzten Schwingungen kündigen das gerade an. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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