Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Libyen lässt Heizölpreise fallen

Internationaler Markt

Die Ölpreise wurden gestern von zwei Themen bewegt. Das eine Thema war die freudige Erwartung auf das Öl aus Libyen und das andere Thema war die Erwartung der US-Bestandsdaten, die erst heute veröffentlicht werden.

Während sich in Israel und Palästina die Gewaltspirale nach oben dreht, wird die Entwicklung im Irak positiv bewertet. Die Ölpreise fallen sieben Tage in Folge und man kann sagen, dass der Irak-Effekt ausgepreist ist. Statt einer bedrohlichen Öl-Situation im Irak setzt sich eine Entschärfung in Libyen durch, die Entspannung im europäischen Kontext bringt, denn das libysche Öl wird hauptsächlich nach Europa exportiert.

Auf dieser Seite des Atlantiks freut man sich über das zusätzliche Öl aus Libyen, während man auf der anderen Seite des Atlantiks gesunkenen Bestandsdaten entgegen sieht. Die auf eine solche Nachrichtenlage folgende, auseinanderfallende Preisentwicklung zwischen der Nordsee-Sorte Brent und dem US-Öl WTI führte bereits gestern zur vorweggenommenen Steigerung des Ölpreises in den USA. Dem Sog der Nordsee-Sorte Brent konnten sich die Marktteilnehmer letztlich aber nicht ganz entziehen, sodass auch WTI am späten Abend deutlich nachgab.

Der Euro verlor gestern gegenüber dem Dollar etwas an Boden. Die Ausfuhrdaten Deutschlands ließen stärker nach als erwartet. Eine Unterstützung fand der Euro in der Erwartung der EZB-Sitzungsprotokolle, die ebenfalls heute veröffentlicht werden sollen. Weitere Maßnahmen der geldpolitischen Lockerung scheinen in nächster Zeit nicht geplant.

Heute Morgen steigen die Ölnotierungen bereits wieder. Dafür verliert der Dollar. Für die Heizölpreis-Entwicklung ist keine Tendenz zu erkennen. Die Tonne Gasöl kostet 885,00 Dollar. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 101,95 Dollar und in London zu 108,12 Dollar gehandelt. Der Euro kostet 1,3603 US-Dollar.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben weiter nach. Sie folgen damit den internationalen Vorgaben. So fallen sie bereits seit sieben Tagen in Folge.

Der Binnenmarkt zieht deutlich an. Unsere Kunden nutzen den erreichten Abgang der Heizölpreise für einen günstigen Kauf. Die Situation ist aber noch nicht so, dass die Lieferzeiten sich verlängern.

Die Zuversicht auf einen weiter fallenden Heizölpreis nimmt langsam ab. Wir befinden uns am unteren Rand des kurzfristigen Aufwärtstrends. Es wird zwar Zeit diesen zu verlassen, aber nach einer solchen Abfahrt ist mit einer Gegenreaktion zu rechnen. Im Vergleich zu den letzten drei Jahren ist der aktuelle Heizölpreis günstig.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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