Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


London macht wieder mit

Die Royals haben abgefeiert. Das englische Wirtschaftsleben kehrt in den Normalzustand zurück. Die Preisfindung in Europa wird wieder durch die IPE (International Petroleum Exchange) unterstützt. Sie muss heute Morgen die Meldung über kräftig gestiegene US-Ölvorräte verarbeiten.

Die Daten dazu wurden in der Nacht durch das API (American Petroleum Institute) veröffentlicht. Danach stieg Rohöl im Vergleich zur Vorwoche um 6,3 Mio. Barrel an. Erwartet wurde ein Rückgang von rund 2 Mio. Barrel. Rohöl bleibt aber trotz dieses Anstiegs 0,4% unter dem Stand des Vorjahres zurück.

Heizöl und Diesel gewinnen 2,8 Mio. Barrel zur Vorwoche und stehen nun 18,7% über dem Vorjahresvorrat.

Benzin verliert 0,8 Mio. Barrel zur Vorwoche und steht damit 4% über dem Vorjahreswert in den Lagern. Die Erwartungen gingen von einem Aufbau des Bestands aus.

Die elektronische NYMEX reagierte auf die Daten mit einem Preisabschlag. Damit wurden leichte Preisanstiege aus dem Tageshandel wieder abgebaut. Sie waren eine Reaktion auf Meldungen über einen Raffinerieausfall in Texas.

Die Preisbewegung wird heute vermutlich ihrem Hang zum sinken nachgeben. Die Begründung hierfür findet sie in den aktuellen US-Lagerdaten. Schaut man sich den Chart hierzu genauer an, wird man feststellen, dass wir seit März eine Seitwärtsbewegung sehen, die unwesentlich über dem Vorjahresniveau liegt. Dies deutet auf eine sehr gute Ausgewogenheit zwischen Angebot und Nachfrage hin. So ausgeglichen wie in den vergangenen drei Monaten war der Markt in den letzten drei Jahren nie.

Eine weitere Begründung für Preisabschläge liegt in der mangelhaften Quotentreue der OPEC. Schätzungen zu Folge hat das Kartell ihre selbst gesetzten Beschränkungen um gut 6% überschritten. Damit wurde die Schieflage gegenüber dem Vormonat weiter ausgebaut.

Der Gasölpreis des Rotterdamer Handels gibt heute Morgen in der Tat wieder etwas nach. Er geht mit 189,5$ ins Rennen.

Unser Heizölpreis wird sich ebenfalls leicht tiefer als gestern präsentieren. Wir erwarten im Tagesverlauf nur geringe Veränderungen. Der Handel hierzulande wird Ausschläge des Weltmarktes vermutlich wieder wegdämpfen.

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