Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Lustreise

Es mutet schon etwas eigenwillig an. Da fährt ein OPEC-Generalsekretär, der in seinem eigenen Land gerade seinen Posten als Ölminister verloren hat und deshalb auch seinen OPEC-Job abgeben soll, nach Russland. Sein Auftrag lautet, die Russen wieder auf die Lieferkürzungen einzuschwören. Das ist angesichts der fast aggressiven Art, wie die russischen Gesellschaften in die Märkte drängen, so gut wie aussichtslos. Im selben Augenblick sinniert nun Saudi Arabien öffentlich über eine Lockerung seiner Kürzungsaktivitäten. Damit wird die Reise bereits bei ihrem Beschluss obsolet. Aber vermutlich hat sich Herr Rodriguez in Moskau während des vergangenen Wochenendes dennoch amüsiert. Dass sein Auftrag unausführbar war, wusste er ja schon vorher.

Ungefähr so folgenlos wie die Reise war, scheinen derzeit auch die Preisbewegungen zu sein. Die Märkte suchen ihre nächste Richtung. Einzige Gefahr für einen Anstieg kommt momentan aus dem Nahen Osten. Ansonsten gibt es eher preisdrückende Tendenzen. Aber auch die sind nicht schlagkräftig.

Der Gasölpreis kletterte am Freitag leicht. Heute Morgen startet er fast unverändert in die Woche. Er befindet sich knapp über der 200$-Marke.

Unser Heizölpreis vollzieht eine echte Seitwärtsbewegung. Man hat den Eindruck, dass er auf Grund einer schwachen Nachfrage nicht einmal die minimalen Steigerungen des Gasöls mitmachen kann. Wir halten die Lage aus Verbrauchersicht für neutral. Die zukünftige Preisentwicklung kann beide möglichen Richtungen einnehmen, wenn sie den Seitwärtstrend verlässt. Sich jetzt einzudecken, ist eine Entscheidung für Sicherheit und gegen die Spekulation.

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