Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Märkte so stark wie Politik schwach

Um das Börsengeschehen wird in diesen Tagen besonders viel Aufhebens gemacht. „Die Märkte“ scheinen die Weltherrschaft übernommen zu haben. Die mediale Darstellung lässt keinen Zweifel, dass sie über Wohl und Wehe der Schuldenstaaten bestimmen. Viele Ölkonsumenten machen sich die These seit Langem zu Eigen. Sie fühlen sich von den Protagonisten der Börsen um ehrliche Preise betrogen. Dabei zeigen die Kurse derzeit gar kein ausgeprägtes Trendverhalten. Zwar sind ihre Ausschläge hoch. Ihre Bewegung ist dennoch „nur“ seitwärts gerichtet. Das ist ein typisches Zeichen für Unentschlossenheit. Sie signalisiert, dass die Akteure keine klare Idee haben, wo die Reise hingehen soll. Sie spiegeln damit die Haltung der Politik wider, die offensichtlich über noch weniger Gestaltungskraft verfügt. Ihr Fehlen macht die Macht „der Märkte“ erst möglich. Sie kann selbstverständlich durch politischen Willen gelenkt und gebrochen werden. Gestern brach Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank, mit der Idee, die Gelddruckmaschine abermals anzuwerfen. Als klare Lenkung sollte das nicht verstanden werden. Denn das Thema wird bald wieder auf die Tagesordnung kommen. Öl- und Aktiennotierungen sanken nach der Ansage, der Dollar stieg.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chinas Wirtschaft wächst stärker als erwartet
Chinas Ölkonsum wächst rasant
Höhere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte prognostiziert
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Saudis wollen mehr Geld für ihr Öl
Unruhen in der arabischen Welt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Konjunktur läuft nicht wunschgemäß
Geringe Benzinnachfrage in den USA
Insgesamt hohe US-Bestände
Freigabe von strategischen Ölreserven
Saudi Arabien hat zuviel Öl im Angebot
Nigeria hat zuviel Öl in Angebot
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise geben ein wenig nach. Ihr Aufwärtsdrang scheint in eine Seitwärtsbewegung überzugehen. Die übliche Regel, dass Ölnotierungen und Dollarkurse konträr verlaufen, gilt wieder. Dadurch bewegen sich Heizölpreise langsamer als Ölnotierungen an den Börsen. Der weitere Verlauf ist vollkommen offen. Mehr als eine Stimmungslage können wir zur Verbraucherberatung momentan nicht beisteuern. Das Gefühl sagt uns, dass die Heizölpreise in naher Zukunft nicht höher steigen werden. Wir erwarten kleinere Abwärtskorrekturen im Seitwärtstrend. Man sollte die Heizölpreise eng verfolgen, um einen freundlichen Kaufmoment aufzuspüren. Dabei kann unser Preisalarm hilfreich sein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen