Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Maßlose Vorstellungen

Die Finanzszene ist über die Wirtschaftsdaten fast aller Industrienationen enttäuscht. Das gilt auch und ganz besonders für China. Die USA haben ein Jobproblem. Europa hat ein Konsum- und Produktionsproblem. China hat ein Wachstumsproblem. So sehen es zumindest Finanzinvestoren. Die chinesische Führung scheint da gelassener zu sein. Sie findet, dass Wachstumsraten zwischen sieben und acht Prozent ohnehin gesünder sind als über zehn Prozent. Wohl wahr. Im Wesentlichen hat die Finanzszene ein Maßproblem. Die von ihr geforderten Wachstumsraten und die Wachstumsqualität sind absurd. Man muss kein Mitleid haben, wenn da Enttäuschung und Panik aufkommen. Die Börsen spiegeln das mit ordentlichen Abstürzen in allen Disziplinen, auch beim Öl. Die alten Industrienationen haben ein veritables Schuldenproblem und das Problem am Ende einer wirtschaftsgeschichtlichen Entwicklung angekommen zu sein. Ihnen fehlen neue Ideen. Statt die zu entwickeln, stecken sie ihre Energie und den Wohlstand ihrer Bürger in die Rettung maßloser Banken, die nicht das Geringste für den Übergang in eine neue Wirtschaftsphase beizutragen bereit sind. Der Absturz der Ölpreise lässt alten Reflexen wieder freien Lauf. Durch den Wegfall der Sorge vor zu teurem Öl fühlen sich die USA und Israel erneut ermutigt, verbal über den Iran herzufallen. Das martialische Geplänkel kann die Panik der Finanzjongleure derzeit nicht bändigen. Unter anderen Umständen wäre es für einen Ölpreisanstieg gut. Als derartige Gefahr bleibt es jedoch erhalten.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Irans Ölangebot auf 20-Jahres-Tief
Atomverhandlungen gescheitert

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Schlechte Konjunkturprognosen
Schuldenkrise in den alten Industrieländern
US-Verbrauch auf 15-Jahres-Tief
Hohe Ölbestände weltweit
OPEC pumpt sehr viel Öl in den Markt
OPEC will Reservekapazitäten steigern

Unsere Heizölpreise fallen rasant. Sie können sich dank des zuletzt nicht weiter gestiegenen Dollars an den Absturz der Ölnotierungen anhängen. Das beschleunigt ihren kurzfristigen Abwärtstrend. Der knackt nun auch den langfristigen Aufwärtstrend. Die Bewegung entwickelt sich für Verbraucher recht erfreulich. Nun muss nur noch das gesunde Maß zur Höhe des Abgangs gefunden werden, um damit einen guten Kauf zu tätigen. Träumen darf man durchaus von Preisrückschlägen wie vor vier Jahren. Da sich Geschichte aber niemals exakt wiederholt und Politik mehr als damals bereit ist, mit Schulden und Notenpresse gegenzuhalten, muss ein plötzlicher Stopp des schönen Falls permanent einkalkuliert werden. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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