Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Man muss den Trend akzeptieren

Während der Aufwärtstrend der meisten Ölnotierungen an Steilheit zunimmt, gibt der Preis für US-Rohöl wieder nach. Ursächlich sei die Überversorgung des Landes mit dem Rohstoff. In anderen Regionen sei dieser eher knapp. Da die Öldistribution weltweit funktioniert und derzeit nicht von nennenswerten Störungen betroffen ist, gibt es berechtigte Zweifel an der Stichhaltigkeit des Arguments. Selbst die Vorgänge in Ägypten, dessen Ölproduktion knapp ein Prozent der globalen Förderung ausmacht und durch dessen bedeutende Wasserstraße (Suez-Kanal) ein Äquivalent von zwei Prozent des täglichen Bedarfs befördert wird, belasten die reale Versorgung nicht. Der Verdacht bleibt bestehen, dass der rasante Aufwärtstrend der Notierungen durch Finanzspekulationen hervorgerufen ist. Die Preisentwicklung für US-Rohöl spiegelt die reale Marktlage vermutlich besser wider. Es ist nicht zu erwarten, dass sich am finanzmarktgetriebenen Geschehen alsbald etwas ändern wird. Deshalb muss man den Aufwärtstrend als länger gültiges Faktum hinnehmen. Immerhin gibt der Dollar nach. Dieser Umstand ist angesichts der Lage der Finanzverhältnisse in den USA und in Europa gerechtfertigt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Gute Konjunkturdaten für die USA
Positive Erwartungen an Welt-Konjunktur
China wird strategische Reserven in 2011 weiter aufstocken
EIA, IEA und OPEC heben Nachfrageprognose an
Rückläufige europäische Ölbestände
Sorge um Verfügbarkeit des Suez-Kanals
Winterliches Heizen
Finanzsystem bekommt alle erdenkliche Hilfe

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Steigende US-Bestände
OPEC denkt über Liefererhöhung nach
China wird Leitzins anheben müssen
Markt ausreichend mit Öl versorgt

Unsere Heizölpreise gaben gestern ein wenig nach. Dabei half der rückläufige Dollar. Derartige Bewegungen sind nach dem Anstieg der letzten Tage nicht wirklich entlastend. Es ist derzeit auch nicht absehbar, dass eine Phase eintreten könnte, die das Wort Preisentlastung verdient. Im besten der Fälle wird sich der Heizölpreis über einige Zeit auf dem aktuellen Niveau halten. Wahrscheinlicher ist es allerdings, dass er weiter steigen wird. Deshalb ist Aussitzen eine wenig verheißungsvolle Strategie, um Heizkosten zu sparen. Besser ist es, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir beispielsweise eine wirklich sparsame Heizung, die die Möglichkeit bietet, später Solarkollektoren hinzuzufügen.

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