Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Mangelhafte Friedensbereitschaft

Heute Morgen drehen die Ölpreise abwärts. Die Wende kommt unerwartet spät. Bereits am Freitag gab es hierfür beste Gründe. Wichtige Volkswirtschaften liefern nicht das Wachstum, das man von ihnen erwartet. Wichtige Förderländer liefern hingegen mehr Öl, als der Markt von ihnen will. Das liegt nun auf Lager und signalisiert eine temporäre Überversorgung. Dass diese nur zögerlich zum Ölpreisrückgang führt, ist auf die Spannung um die iranisch-israelische Atomaffäre zurückzuführen. Die Verhandlungen hierüber werden von bissigen Kommentaren aus Tel Aviv begleitet. Sie zeugen nicht vom Willen zur friedlichen Annäherung, sondern von martialischer Streitsucht. Verbal wird aus Teheran zwar oft noch schärfer geschossen. Militärisch ist in dem Konflikt für lange Zeit aber einzig Israel gefährlich. Die Tatsache, dass eine der beiden Parteien sowohl den Willen als auch die Kraft zum Krieg hat, macht diesen derzeit greifbarer als ein Gleichgewicht des Schreckens. Der freundliche Ruck, der die Ölpreise heute Morgen bewegt, ist wahrscheinlich positiven Äußerungen von Catherine Ashton, der EU-Vertreterin bei den Verhandlungen, zu verdanken. Bleibt abzuwarten, wie zielsicher Israel die Stimmung erneut auf Konflikt- und die Ölpreise auf Steigkurs führen kann.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Ausfälle von Lieferungen aus Nordsee, Südsudan, Jemen, Kanada, Iran, Brasilien
Asiatische Ölnachfrage wächst
Iran stoppt Lieferungen in mehrere EU-Länder
Ölembargo gegen den Iran

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: OPEC liefert mehr Öl
Hohe Ölbestände weltweit
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Chinas Konjunktur drosselt hohes Wachstum
Diplomatie zum iranischen Atomprogramm lebt noch
Freigabe strategischer Reserven möglich

Unsere Heizölpreise sind im Vergleich zu Freitagmorgen teurer. Die Ölnotierungen geben zwar nach. Der Dollar zeigt aber Stärke. Er verhindert den vollständigen Durchschlag der internationalen Ölpreisentwicklung auf den Binnenmarkt. Angesichts neuer Sorgen um das europäische Geld- und Finanzsystem ist die Wahrscheinlichkeit gewachsen, dass der Dollar wieder in einen Aufwärtstrend gerät. Der könnte den erwarteten kurzfristigen Abwärtstrend der Ölpreise annullieren und die erhoffte Verbilligung von Heizöl verhindern. Das auf einen günstigen Heizölkauf ausgerichtete Timing bleibt leider ein hochspekulatives Unterfangen, das eher Lotterie- als Marktkenntnisse erfordert. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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