Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Merkel macht es mal wieder teuer

Bei geringem Handel an den Börsen kann der Flügelschlag eines Schmetterlings zu einer Katastrophe führen. Die wenigen Marktteilnehmer finden keine Abnehmer für ihre Positionen und so verschieben sich diese Positionen immer weiter in eine ungünstige Richtung. Im Anschluss schlagen die Computerprogramme der Banken, Versicherungen, Fonds und Zocker zu. Sie lösen Orders aus, wenn bestimmte Ziel- oder Grenzmarken erreicht sind. Der Schmetterling kam für den Euro gestern in Gestalt der deutschen Kanzlerin. Sie wiederholte lediglich ihre Einstellung zum ESM und erteilte einer Aufstockung seiner Finanzmittel eine Absage. Die Aussage kam in eine Stimmungslage, die als schlecht zu bezeichnen ist. Zum einen ist da die Kritik des Internationalen Währungsfonds (IWF) über die griechischen Sparbemühungen. Diese blieben weit hinter den Erwartungen zurück, urteilte der IWF-Delegationsleiter Poul Thomsen. Aber auch die auf dem EU-Gipfel beschlossene Aufstockung des IWF selbst, kommt ins Stocken. Während die Bundesbank darauf beharrt, dass alle Mitgliedsstaaten mehr für die Finanzierung des IWF beitragen sollen, erteilen wichtige Länder wie die USA diesen Plänen eine Absage. Bis jetzt ist nichts passiert. Ähnlich wie die Schuldenbremse für alle Mitgliedstaaten, warten die Beschlüsse auf eine reale Umsetzung. Zeitgleich zogen die Ölnotierungen an. Das ist die schlechteste Kombination für den deutschen Heizölverbraucher.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Sanktionen gegen den Iran
Konjunkturaussichten der USA freundlicher
OPEC erhöht Nachfrageprognose
Globale Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Bestände steigen
Staatsschulden in den alten Industrienationen
Schwache Nachfrage der reifen Industriegesellschaften
Saudi Arabien zu Erhöhung der Liefermengen bereit
Libyen baut Produktion rasch wieder auf

Unsere Heizölpreise ziehen an. Zum Verfall des Euro gab es gestern keine Gegenposition. Anders herum formuliert. Der Dollar wurde teurer. Das Öl wurde teurer und so wurde auch das Heizöl teurer. Heizöl bleibt zwar im kurzfristigen Abwärtstrend. Die Gegenbewegung ist aber massiv. Die Prognose fällt ebenfalls negativ aus. Bei den Ölnotierungen lauern die Gefahren zurzeit hauptsächlich im Iran-Konflikt und einer ungezügelten Finanzbranche und beim Euro liegen sie bei den ungelösten Problemen der Staatsverschuldung im Euro-Raum und einer überversorgten Finanzbranche. Wer eine Kostenersparnis beim Heizölkauf einfahren will, sollte für die Reduzierung des eigenen Verbrauchs sorgen. Bei dieser Maßnahme hier gibt es sogar eine Bonusreduktion auf den Heizölpreis.

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