Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Miese Aussicht für tiefere Preise

In den USA hält die Serie positiver Konjunkturdaten an. In Europa trüben sie sich ein. Unter der Last der Schuldenkrise lässt sich keine positive Prognose entwickeln. Mehr noch, die EU droht zu zerbrechen. Auf den Ölkonsum hat das wenig Einfluss. Beiderseits des Atlantiks sinkt er modert. Weltweit steigt er. Den in Dollar notierten Ölpreis dämpft das Eurodesaster. Den in Euro notierten Ölpreis treibt es aufwärts. Da ein Eurokollaps mittlerweile keine Überraschung mehr wäre, würde der Effekt auf die Ölnotierungen begrenzt bleiben. Die Finanzszene ist vorbereitet. Mehr als die Schuldenkrise bewegen derzeit die globale Nachfragesteigerung und die Spannungen mit dem Iran. Von den Wirtschaftssanktionen und der Isolation des wichtigen Förderlandes sind auch Ölexporte betroffen. In Europa würde ihr Fehlen wie bereits im Fall Libyens eine Lücke beim Angebot hinterlassen. Sie hätte mit Sicherheit preistreibende Wirkung. Derzeit laufen Verhandlungen mit Saudi Arabien über Kompensationslieferungen. Diese könnten das iranische Öl aufgrund der minderen Qualität aber nur bedingt ersetzen. Aus den Preischarts für Rohöl und Gasöl lässt sich kein klarer Trend ablesen. Die Androhung steigender Preise lässt sich aber erahnen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Sanktionen gegen den Iran
Gute Wirtschaftsdaten aus den USA
Gute Wirtschaftsdaten aus China
OPEC erhöht Nachfrageprognose
Globale Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Staatsschulden in den alten Industrienationen
EU droht zu zerbrechen
Negative Konjunkturerwartungen in EU und USA
Schwache Nachfrage der reifen Industriegesellschaften
Libyen baut Produktion rasch wieder auf

Unsere Heizölpreise ziehen ein wenig an. Antreiber waren zuletzt die internationalen Ölnotierungen. Die Eurobewertung blieb kurzzeitig unverändert. Die fundamentale Lage lässt befürchten, dass es bald einen doppelten Auftriebseffekt geben könnte, vom Öl und vom Euro-Dollar-Verhältnis. Diese Annahme passt dummerweise auch zur Chartkonstellation der Heizölpreise. Sie zeigt in allen Zeitbelangen aufwärts. Für einen Heizölpreissturz als Effekt eines Euro-Crashs, der von einigen Verbrauchern erwartet wird, fehlen plausible Begründungen. Das heißt nicht, dass er deshalb unmöglich ist. Das heißt aber, dass er äußerst unwahrscheinlich ist. Damit wäre die Spekulation auf tiefere Heizölpreise eine Einlassung auf den Zufall. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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