Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Mit Öl verdienen nicht alle viel

Weißer Rauch stieg noch nicht über dem griechischen Parlament auf. Der Kamin wird erst im Laufe des Tages entfacht. Die Gerüchte besagen allerdings, dass der Deal zum Schuldenschnitt in trockenen Tüchern sei. Das schwarze Loch bleibt dem Finanzsystem heute mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erspart. Die Ölpreise werden nicht einstürzen. Im Gegenteil, sie werden vermutlich weitere Höhen erklimmen. In Europa ist Rohöl bereits jetzt teurer als zur Spitzenzeit vor Ausbruch der Finanzkrise 2008. Damals kostete in Dollar notiertes Nordseeöl Brent zwar nominell 15 Prozent mehr als heute. Der Dollar war aber 20 Prozent billiger. Im Produkt ergibt das einen höheren Gegenwartspreis. Es sieht so aus, als hätte sich die Wirtschaft an das neue Preishoch gewöhnt. Als gewichtiger Grund für eine Rezession wird es zumindest noch nicht gehandelt. Die Besorgnis dürfte mit einem weiteren Anstieg der Ölpreise zum Medienthema werden. Nach einem schwachen Rückgang von neuen Höhen wird sie aber auch wieder aus denselben verschwinden. Weder die Medien noch die Politik und auch nicht die Öffentlichkeit werden an der Preisentwicklung kurzfristig etwas ändern. Einzig eine ordentliche Rezession oder ein Crash des Geld- und Finanzsystems können die Preise entscheidend zurückwerfen. Dass eines der beiden Ereignisse kommt, ist derzeit weniger wahrscheinlich als eine Zuspitzung der Iranaffäre. Die birgt noch enormes Aufstiegspotenzial für die Ölpreise.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Schuldenschnitt für Griechenland wird glücken
Ausfall der Kanada-USA-Pipeline
Ausfälle von Lieferungen aus Südsudan, Jemen
Kriegsrasseln in der Iranaffäre
Asiatische Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Chinas Wirtschaftswachstum sinkt
Freigabe der IEA-Reserven derzeit nicht erforderlich
Irak fördert Öl auf 30-Jahreshoch
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise steigen. Sie werden von den Ölnotierungen getrieben. Der Dollar kann trotz richtiger Richtung nicht genügend Gegenkraft entfalten. Mit weiter anziehenden Heizölpreisen muss gerechnet werden. Bemerkenswert ist, dass die Heizölpreise im Gegensatz zu den Rohölpreisen noch nicht höher gestiegen sind als zu Spitzenzeiten im Sommer 2008. Ursächlich dafür sind geringere Produktenpreise für Gas Oil und Heating Oil. Dieser Umstand zeigt, dass Raffinerien und Handel heute weniger Geld verdienen als früher. Beide Branchen leiden tendenziell unter Überkapazitäten. In schwerwiegenden Fällen kommt es dabei zu Insolvenzen wie beispielsweise bei der Petroplus Raffinerie in Ingolstadt. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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