Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Mit Volldampf aufwärts

Gestern sahen wir Anzeichen für einen kurzfristigen Rückgang der Preise im eigentlich sehr stabilen Aufwärtstrend. Nach dem starken Anstieg in den letzten Tagen wäre er fällig. Aber diese Einschätzung erwies sich am Nachmittag als vollkommen falsch.

Angeheizt durch die Lage in Venezuela und das wieder sehr laute Kriegsgetrommel von George Bush, der den Rüstungsbericht des Iraks als vollkommen unzureichend bezeichnet, machten sich die Ölmärkte zu neuen Höhen auf. Die durchaus moderaten Bestandsmeldungen der DOE, die aus Verbrauchersicht besser ausfielen als die Angaben des API, wurden ignoriert. Ebenfalls ignoriert wurde die Ankündigung der OPEC, die Ausfälle Venezuelas und gegebenenfalls des Iraks auszugleichen. Und ignoriert wurde auch das Vorhaben Russlands, die Nummer 1 der Lieferstaaten werden zu wollen. Das bedeutet, dass das Land die Produktion weiter ausbauen wird.

Bei soviel Ignoranz ist es kein Wunder, dass die Preise steigen. Der Höhenflug speist sich mal wieder selbst. Kaufen bewirkt Kaufen.

Im späteren Handel kam es dann doch noch zu einem Preisrückgang. Da war sie also die Gegenreaktion. Schade nur, dass der Verbraucher das nicht merken kann. Denn sie war wirklich mickrig. Es bleibt dabei, der Aufwärtstrend läuft mit einer bemerkenswerten Stabilität.

Heute Morgen ist der Gasölpreis weiter oben. Mit 259,75$ pro Tonne liegt er nur 0,25$ unter dem gestrigen Top. Im Gegensatz zum Rohöl hat der Gasölpreis das Jahreshoch klar überschritten.

Unser Heizölpreis hat das Jahreshoch vom 2. Oktober nun erreicht. Er wird weiter steigen. Verbraucher, die für den Winter unbedingt noch Heizöl benötigen, haben wirklich schlechte Karten. Kaufen Sie nur den Bedarf für ca. 3 Monate ein. Wir gehen davon aus, dass nach einem weiteren vermutlich sogar kräftigen Preisanstieg im Frühjahr ein Zusammenbruch der Preise folgt, weil bis dahin die kriegsbedingte Unsicherheit beendet ist und auf Grund von Produktionssteigerungen Überkapazitäten im Markt sein werden.

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