Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Monti, Hollande und Gauweiler

Der gestrige Handelstag war arm an Impulsen, dabei gibt es genug Themen, die für eine spekulative Wette gut sind. Da ist zum Beispiel das weiter in die Konjunkturtiefen abgeglittene Italien, das vor einer Inanspruchnahme des Angebots der EZB zittert. Ein möglicher Anleihekauf wäre mit Auflagen verbunden, die der italienische Ministerpräsident Monti rundweg abgelehnt hat, obwohl seiner Meinung nach eine Unterstützung durch die EZB auch nicht nötig sei. Wozu hat er dann diese Aussage über mögliche Auflagen gemacht? Es bliebe somit eine Wette gegen Monti und für einen Abstieg der italienischen Wirtschaft. Der französische Ministerpräsident versucht sich als Kopie Schröders und kopiert gleich das Konzept „Agenda 2010“ als „Agenda 2014“ für Frankreich. Dies böte eine schöne Möglichkeit das Rating Frankreichs entsprechend anzupassen. Immerhin könnte man ihn als Plagiator abstrafen. Aber die eigentlich bedeutende Wette kommt durch den CSU-Bundestagsabgeordneten Gauweiler mit seiner erneuten Klage vor dem Bundesverfassungsgericht ins Wanken. Diese Woche wird die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die Verfassungsmäßigkeit des ESM veröffentlicht. Die Klage Gauweilers zur Ankündigung der EZB die kriselnden Staaten durch Anleihekäufe zu entlasten, verändere die Gesamtlage und damit die Grundlage für das anstehende Urteil, so seine Behauptung. Kann das Bundesverfassungsgericht nun die Entscheidung verkünden oder nicht? Eurokurs und Ölnotierungen bewegten diese Fragen kaum. Sie handelten trotz relativ hohen Volumens in einem engen Preisband. Eine nervöse Spannung liegt in der Luft, die nicht in der Lage ist, sich durch eine entsprechende Entladung zu verringern. Am Ende wird auch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts keine Lösung der Staatsschuldenkrise bringen können und jeder wird es gewusst haben. Solange diese Erkenntnis aber noch nicht erlebt wurde, verharren die Notierungen auf ihren aktuellen Niveaus.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Stützungsaktionen von Notenbanken erwartet
Anleihekäufe der EZB
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Kalter Krieg um iranisches Atomprogramm wird heißer
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Nordseeölanlagen im Wartungszyklus

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Chinas Wirtschaftswachstum kühlt ab
Schwache Konjunkturaussichten
OPEC produziert über Quote
IEA senkt Prognosen zur Ölnachfrage
Schuldenkrise in Europa
USA vor Freigabe der strategischen Reserven

Unsere Heizölpreise verändern sich kaum. Wie könnten sie auch. Eine Aussage darüber zu treffen, wie sich die Finanzmärkte nach der Veröffentlichung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts verhalten werden, ist unmöglich. Sie ist definitiv dazu geeignet die Zusammenhänge komplett zu verändern. Wahrscheinlich ist dies hingegen nicht. Die Heizölpreise sind im kurzfristigen Trend fast am unteren Ende des Kanals angekommen. Eine Trendwende könnte nur durch eine Überraschung durch das Bundesverfassungsgericht erfolgen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: HeikoHarlapp@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen