Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Nach Preisrutsch bleibt die Lage neutral

Dies waren gute Tage für Verbraucher. Der Preis fiel merklich auch entgegen dem Kürzungsbeschluss der OPEC. Der Ölpreis ließ sich nämlich von der Annahme leiten, dass die OPEC ihren Beschluss sowieso nicht umsetzen werde, weil die einzelnen Mitglieder eigene Interessen verfolgen. Russland scheint die Lücke, die sich auftun könnte, schließen zu wollen. Auf dem Gipfel mit den Vertretern der EU forderte Putin eine Partnerschaft, die sich durch Stabilität auszeichnet. Wie zuverlässig der Partner Russland sein kann, bekam die Ukraine am Anfang des Jahres zu spüren. Der Dollar zog wieder etwas an und befindet sich nun am oberen Rand des Seitwärtstrends mit der Möglichkeit nach oben durchzubrechen.

Zur ruhigen Lage passen die Pläne des EU-Energiekommissars die Mitgliedstaaten zu verstärktem Energiesparen zu verpflichten. Unter anderem könnte durch moderne Heizsysteme und Wärmeschutzvorrichtungen der Heizenergiebedarf um rund 30 Prozent gesenkt werden. Leider seien lediglich 45 Prozent der modernisierten Anlagen mit Brennwerttechnik ausgestattet worden.

Die Shell will mit einer Vollübernahme ihrer kanadischen Tochter Shell Canada die verstärkte Förderung von Öl aus Ölsand ausbauen. Kanada verfügt über geschätzte 175 Milliarden Barrel Rohöl als Reserve in Form von Ölsand. Im Vergleich hierzu verfügt der größte Ölexporteur der Welt Saudi Arabien über Reserven von ca. 259 Milliarden Barrel. Offensichtlich will Shell damit seine Reserven aufbessern, rechnet wohl aber auch mit weiterhin hohen Ölpreisen, da sich die Gewinnung von Öl aus Ölsand nur bei einem hohen Ölpreis rentiert.

Kanada ist als verlässlicher Partner auch in den USA beliebt. So stieg Kanada zum Öllieferanten Nr. 1 der USA auf, wobei es Länder wie Saudi Arabien und Venezuela überholte. In den USA werden bereits hohe Investitionen getätigt das schwerere Rohöl aus Ölsand verarbeiten zu können. Das wird mehr Sicherheit in Versorgung der USA bringen.

Charttechnisch ist die Preisbewegung weiter mit Abwärtstendenzen dem kurzfristigen Trend folgend. Gemessen an der Jahresentwicklung könnte aber auch ein Widerstand in Kürze erreicht werden.

Heute Morgen bewegt sich der Gasölpreis kaum. Die Tonne kostet 529,00 $.

Unsere Heizölpreise werden sich heute nur wenig bewegen. Nach den letzten Tagen wird eine Pause der Abwärtsbewegung am wahrscheinlichsten sein. Dennoch kann eine kurze Gegenreaktion wegen des Preisverfalls der letzten Tage nicht ausgeschlossen werden. Im Osten und Süden sind die Preise gegenüber dem Weltmarkt weiter erhöht. Bitte auf längere Lieferzeiten achten.

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