Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Nach dem EZB-Spruch ist vor dem EZB-Spruch

Die EZB enttäuschte die Anleger, heißt es in den Medien. Entgegen anders lautenden Erwartungen lässt sie die Gelddruckmaschine ruhen. Uns enttäuschte die EZB nicht. Sie respektiert die europäischen Gesetze, nach denen das, was Finanzjongleure von ihr wollen, derzeit nicht erlaubt ist. Anstatt für eine weitere Erhöhung der Geldmenge zu sorgen, muss endlich ein Plan her, wie das überschüssige Geld, das die Probleme, mit denen sich die alten Industrienationen herumschlagen, erst möglich machte. Die Erklärung der Aussage finden sie hier. Zusammen mit der Absage der FED, die Geldpolitik zu lockern, war die Absage der EZB der ultimative Stimmungskiller in der Finanzszene. Sie ließ die Kurse purzeln. Das betrifft allerdings eher die Aktien- als die Ölnotierungen. Ein Trend wird daraus nicht werden. Die Burschen stehen schnell wieder auf, um weiter an ihren Gewinnen zu bauen. Die Absagen gelten ohnehin nur für den Moment. Die FED schürt bereits neue Hoffnungen auf frisches Geld. Und in Europa werden Gesetze gebeugt, die der Finanzszene schließlich doch die Erfüllung ihrer Wünsche ermöglicht. Ein Meilenstein wird das für September angekündigte Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Rechmäßigkeit des ESM sein. Die nun wieder mögliche Konzentration auf den Ölmarkt erlaubt die Entdeckung der bullischen US-Bestandsdaten. Sie holten gestern die gefallen Ölnotierungen zurück auf ihre Tageseinstiegswerte.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Zu viele Ölkäufer in Europa
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
OPEC-Produktion sinkt
Höhere Ölnachfrage im dritten Quartal erwartet
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Keine Stützungsaktionen von Politik und Notenbanken
Iran findet Wege, den Boykott zu lockern
Schwache Konjunkturaussichten
Schuldenkrise in Europa
OPEC produziert noch über Quote
Hohe Ölbestände weltweit (noch)
China importiert Öl aus dem Iran

Unsere Heizölpreise ziehen leicht an. Von den Ölbörsen kommt kein Abwärtsdruck. Vom Dollar kommt aber Aufwärtsdrang. Wie nicht anders zu erwarten war, bringt die Blockade geldpolitischer Zugeständnisse nicht viel Bewegung in die Ölpreise. Die hätte es nur gegeben, wenn der Hahn aufgedreht worden wäre. Dann wären die Preise gestiegen. Nach Lage der Dinge werden die Heizölpreise nun für einige Wochen um das aktuelle Niveau pendeln. Darüber hinaus muss mit Teuerung gerechnet werden. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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