Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Nachfrage läuft den Erwartungen hinterher

Aktuelle Prognosen des US-Energieministeriums zur Ölnachfrage sind wenig ergiebig, weil sie widersprüchliche Aussagen enthalten. Gleichwohl dienen sie Spekulanten dazu, ihre bullischen Interessen zu untermauern. Die momentane Börsenstimmung ist der Selektion von Nachrichten zuträglich. Gehandelt wird nicht, was ist, sondern was von der Finanzindustrie gewünscht wird. Die bullische Komponente der Prognose ist eine gegenüber der letzten Schätzung höhere Nachfragesteigerung in 2010. Statt +1,3 Prozent rechnen die US-Statistiker nun mit +1,7 Prozent. Für die beiden größten Verbraucher der Welt werden die Verbrauchsprognosen allerdings gesenkt. Im ersten Quartal sollen in den USA 0,7 Prozent mehr Öl als im Vorjahr nachgefragt werden. Die letzte Schätzung ging von +1,3 Prozent aus. China soll den Verbrauch um 5,4 Prozent steigern. Zuvor wurden 10,1 Prozent genannt. Die Reduktion der Nachfragesteigerung bei den größten Verbrauchern um fast 50 Prozent lässt eine Erhöhung der Prognose für den Weltverbrauch um 30 Prozent gegenüber der letzten Schätzung außerordentlich unplausibel aussehen. Die Zahlen verlangen eine kritische Beurteilung. Das ist nicht die Sache der Finanzspieler. Charttechnisch scheint sich der Aufwärtstrend einem vorläufigen Ende zuzuneigen. Eine Gegenreaktion rückt näher. Der Dollar lief in den letzten Tagen seitwärts. Er wendet sich wieder seinem Aufwärtstrend zu.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Spekulanten wollen hohen Ölpreis
Nachfrage steigt moderat
Atomstreit mit dem Iran
OPEC-Exporte sinken geringfügig
IEA, EIA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Sorge um Stabilität des Finanzsystems
OPEC liefert zuviel Öl
Heizölschwemme
Schwache Nachfrage in alten Industrieländern
China strafft Geldpolitik

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Charttechnisch deutet sich ein kurzfristiger Richtungswechsel an, nachdem sich die längerfristige Bewegung als klare aufwärts strebende Wellenbewegung herausgestellt hat. Ein neuer Gipfel sollte mit den aktuellen Preisen erreicht sein. Mehr als eine kurze Entspannung darf man von einem möglichen Rückgang der Preise nicht erwarten. Nichts deutet darauf hin, dass die Finanzindustrie auf längere Sicht vom bullischen Treiben abrücken wird. Deshalb bleibt preisbewussten Verbrauchern nur, die Chance zum günstigen Kauf in Zwischentiefs zu suchen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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