Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Nahost-Konflikt und Sparmaßnahmen

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach vor der UN-Vollversammlung am gestrigen Donnerstag hauptsächlich von der atomaren Bedrohung durch den Iran und erneuerte seinerseits seine Drohung, gegen das iranische Atomprogramm etwas unternehmen zu müssen. Dabei verglich er die iranische Regierung mit dem Terrornetzwerk Al Kaida. Dass solche Äußerungen eher preistreibend auf die Ölnotierungen wirken, versteht sich von selbst. Aber die Ölpreise wurden nicht nur von politischen Äußerungen bewegt. Auch die immer wieder gern herangezogenen allgemeinen Wirtschaftsdaten und insbesondere sogenannte US-Wirtschaftsindikatoren sorgten gestern für Bewegung im Markt und ließen die Ölpreise steigen. Beide Faktoren sind äußerst flüchtig, aber leider werden diese preistreibenden Faktoren von Finanzbranche und Anlegern unterstützt, die im Öl eine vermeintlich sichere Anlageform sehen. Die Pervertierung der Warenbörsen hin zu Geldspeichern ist beklagenswert, aber im gestrigen Fall nicht zu leugnen. Der Euro konnte nach einer kurzen Berg- und Talfahrt zulegen. Diese Aufwertung wird durch die Sparbeschlüsse in Griechenland und Spanien unterfüttert, wobei, alles Sparen in Ehren, eine Sparmanie nicht zu dem geforderten Wachstum führen kann, weil Wachstum in Geld gemessen wird. Vereinfacht gesagt: Wo weniger Geld ist, ist auch weniger Wachstum. Dennoch, der Finanzbranche gefällt es. Die deutschen Heizölverbraucher können sich über dieses Paradoxon freuen.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Gute Konjunkturdaten aus den USA (Eintagsfliege)
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Kritik an lockerer Geldpolitik der FED
Globale Konjunkturaussichten schwach
OPEC produziert über Quote
Schuldenprobleme im Euroraum

Unsere Heizölpreise ziehen innerhalb des kurzfristigen Seitwärtstrends an. In einigen Regionen wurden gestern noch mathematische Kaufempfehlungen ausgesprochen. Dies hat bereits wieder ein Ende gefunden. Allerdings sind die fundamentalen Voraussetzungen für fallende Preise eher gering. Technisch könnte sich eine Gegenreaktion auf die gestern gestiegenen Ölpreise zeigen. Mittelfristig erscheint ein derzeitiger Heizölkauf als vertretbar. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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