Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Nervöser Markt

Die positiven Daten über die Lagervorräte wurden gestern durch das DOE (Department of Energy) etwas nach unten korrigiert. In Venezuela nimmt der Streik an Heftigkeit zu. Das Militär trat bereits zur Unterstützung der Polizei in Erscheinung. Im Nordosten der USA ist es kalt. Dort ist die Nachfrage nach Heizöl gestiegen. Die Lager sind aber nur dürftig gefüllt. George Bush kocht seine Irakpolitik weiterhin auf großer Flamme. Die Kriegswahrscheinlichkeit bleibt uneingeschränkt hoch. Gleiches gilt für die damit einhergehenden Gefahren für die Ölversorgung.

Diese Nachrichtenlage lässt nur einen Schluss zu. Die Preise müssen anziehen. Aber es wäre nicht Börse, wenn die Logik so einfach wäre und sie den Vorgaben folgten. Nein, sie ziehen nicht an, sie fallen kräftig. In diese Richtung weist nur der Umstand, dass einige OPEC-Länder mal wieder nach einer Anhebung ihrer Quoten schreien und die Führung des Kartells die Überproduktion nicht in den Griff bekommt. Ob es das ist, was die Händler aufnahmen, als sie die Preise ins Tal schickten, ist nicht überliefert. Vermutlich handelt es sich einmal mehr um eine Art Selbstbefeuerung. Der Rückgang beflügelt den Rückgang.

Nun ist das alles aber nicht unnormal. Eine Gegenbewegung zum Preisanstieg in den letzten Wochen lag auf der Hand. Und als solche interpretieren wir die etwas wilde Bewegung an den Märkten im Augenblick.

Der Gasölpreis spielt das Spiel heute Morgen weiter. Die Ware kostet 223,25$ pro Tonne in Rotterdam. Das ist deutlich unter den Preisen von gestern.

Unser Heizölpreis gab gestern bereits nach. Heute Morgen geht es weiter. Unsere Einschätzung bleibt unverändert. Da die Gefahren für die Ölversorgung weiterhin bestehen, halten wir den aktuellen Vorgang für ein Zwischenspiel in einem Aufwärtstrend.

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