Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Nervöses Abwarten überall

Der US-Schuldenstreit war auch gestern wieder das bestimmende Thema an den Finanzmärkten. Immer häufiger wird gemeldet, dass gar nicht der 2. August das Datum sei, an dem die USA zahlungsunfähig werden könnten, sondern der 10. oder gar der 15. August. Die Verschiebung rühre aus zuletzt verbesserten Steuereinnahmen. Dennoch geht die Mehrheit der Beobachter davon aus, dass die Finanzmärkte weiter den 2. August als Stichtag für die US-Regierung ansehen werden. Im Streit ist kaum ein Vorankommen zu sehen. Die eine wie die andere Seite starten hilflose Initiativen, die dann doch nicht in die Tat umgesetzt werden, weil ihnen die entsprechende Mehrheit fehlt. Einige Devisenhändler sind dermaßen von einer Lösung des US-Streits überzeugt, dass bereits jetzt Gerüchte über die Zahlungsfähigkeit Portugals und Spaniens gestreut werden. Nach der Dollarkrise folgt erneut die Eurokrise. Zurzeit führt die Dollarkrise zu niedrigeren Heizölpreisen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass wieder mit erhöhten Heizölpreisen nach dem 2. August gerechnet werden kann, sofern eine Lösung in den USA gefunden wird. Heute Morgen ziehen die Ölnotierungen leicht an, nachdem sie gestern eine Achterbahnfahrt in ein Preis-Tal und wieder zurück vollzogen. Der Euro kann sich momentan auf erhöhtem Niveau behaupten.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chinas Wirtschaft wächst stärker als erwartet
Chinas Ölkonsum wächst rasant
Höhere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte prognostiziert
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Saudis wollen mehr Geld für ihr Öl
Unruhen in der arabischen Welt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Konjunktur läuft nicht wunschgemäß
Geringe Benzinnachfrage in den USA
Insgesamt hohe US-Bestände
Freigabe von strategischen Ölreserven
Saudi Arabien hat zuviel Öl im Angebot
Nigeria hat zuviel Öl in Angebot
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise geben weiter nach. Während die Ölnotierungen nahezu seitwärts verlaufen, kommen diese Preisnachlässe aus der Dollarschwäche. Wenn Sie als Verbraucher auch glauben, dass in den USA nur gepokert wird, dann ist ab dem 2. August wieder mit höheren Heizölpreisen zu rechnen. Solange passiert wenig bis gar nichts mehr. Sollte es sich um eine echte Krise handeln, dann werden die Heizölpreise stark fallen. Klingt so, als könnte man abwarten. Leider werden die Finanzmärkte das eine wie das andere Szenario teilweise vorweg nehmen. Der Wechsel der Aufmerksamkeit auf die Euro-Schuldenkrise wird jedenfalls bereits vorbereitet. Man sollte die Heizölpreise eng verfolgen, um einen freundlichen Kaufmoment aufzuspüren. Dabei kann unser Preisalarm hilfreich sein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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