Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Neuauflage alter Themen

Der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine sowie die Diskussion um die OPEC-Kürzungen gehen in eine weitere Runde. Gestern sorgten die Themen für einen deutlichen Preisanstieg der Ölpreise. Während beim Gasstreit die Unglaubwürdigkeit der russisch-ukrainischen Diplomatie den bullischen Effekt verursacht, ist es bei den OPEC-Kürzungen eine Spur von Glaubwürdigkeit. Diese wird vor allen Dingen Saudi Arabien zugeschrieben. Aber auch der Preis für OPEC-Öl, der üblicherweise unter dem Preis von WTI (West Texas Intermediate) liegt, lässt darauf schließen, dass tatsächlich nennenswerte Mengen aus dem Markt genommen werden. Aktuell ist OPEC-Öl teurer als das an der New Yorker Börse gehandelte WTI. Unterstützend wirkte zudem die Meldung, dass das US-Handelsbilanzdefizit im November geringer als erwartet ausfiel. Dieser Umstand nährt die Theorie, dass sich die USA in einem Prozess des Gesundschrumpfens befinden. Damit lässt sich auch der vergleichsweise tiefe Preis für US-Öl erklären. Den Dollar beflügelte die Nachricht kurzzeitig. Er konnte seinen Aufstieg fortsetzen. Insgesamt sehen wir sowohl die Ölkurse als auch den Dollarkurs in den kommenden Wochen eher in einer Seitwärtsbewegung.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Russisch-ukrainischer Gasstreit
OPEC-Kürzungen
Kalter Winter auf beiden Seiten des Atlantiks
Gigantisches Konjunkturprogramm für die USA angekündigt
Nullzinsen in den USA
Konjunkturprogramm und Zinssenkung in China

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Realisierung der OPEC-Kürzung noch zweifelhaft
Oman kündigt Ausstoßerhöhung an
Globale Rezession
Sogar Chinas Wirtschaft geht in die Knie
Weltweite Nachfrage sinkt
Goldman & Sachs prognostiziert 30 Dollar/Barrel

Unsere Heizölpreise ziehen heute Morgen wieder an. Der gestrige Preisanstieg am Weltmarkt und knappe Ware im Binnenmarkt sind die Ursache. Die Versorgung bleibt auf Grund der kalten Temperaturen und der Nachfrage angespannt. Mit milderen Temperaturen dürfte sich die Lage bessern. Eine komplette Normalisierung wird nach Lage der Dinge aber erst am Ende des Winters erfolgen. Dann wird die Phase der ungewöhnlich hohen Auslastung des Handels über ein halbes Jahr angedauert haben. Mit einer so langen „Saison“ hatte niemand gerechnet. Sie zeigt bereits jetzt deutliche Stressspuren bei schwierigen Kundenbeziehungen.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen