Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Neue bullische Argumente

Vor der Bushvisite in Nigeria einigten sich Regierung und Gewerkschaften auf einen neuen Benzinpreis und beendeten damit den Generalstreik. Die Ölmärkte nahmen den Ausgang bereits am Freitag und am Montag mit fallenden Preisen vorweg. Gestern belebten Nachrichten über Probleme an einer großen US-Raffinerie die Sorge über die knappe Benzinversorgung und trieben die Preise wieder aufwärts.

Der neue Benzinpreis in Nigeria beträgt umgerechnet 23 Cents pro Liter. Das entspricht einer Erhöhung um lediglich 15%. Ursprünglich wollte die Regierung 50% Preiserhöhung durchsetzen. Sie befand sich vor dem Besuch des US-Präsidenten aber in einer denkbar schlechten Verhandlungsposition. Man wollte Bush auf keinen Fall ein stillstehendes Wirtschaftsleben und ein protestierendes Volk auf den Straßen präsentieren. Das klägliche Ergebnis kommt das Land teuer zu stehen, da es erst nach einem zweiwöchigen Ausstand der Wirtschaft zu Stande kam. Man könnte vermuten, dass die Regierung nun gezwungen ist, das Thema ein zweites Mal anzugehen.

Auf die Ölpreisbildung hatte das Streikende keinen Einfluss mehr, da es vorhergesehen wurde und bereits verarbeitet war. Entgegen der Erwartungen kletterten die Ölpreise gestern wieder an. Ein Teil des Anstieg geht auf die begründete Spekulation zurück, dass die OPEC ihre Produktion inzwischen drastisch gesenkt habe.

Nachdem Nachrichten über den teilweisen Stillstand einer Shell-Raffinerie in Texas die Runde machten, bekamen die Ölpreise unter Führung von Benzin Flügel. Rohöl verteuerte sich um rund 75 Cents. Die Reaktion macht deutlich, dass an den Märkten große Unsicherheit über die Zuverlässigkeit einer ausreichenden Benzinproduktion während der Sommermonate herrscht. Die heute zur Veröffentlichung anstehenden Vorratsdaten sind geeignet, die Diskussion weiter anzufachen.

Heute Morgen geht es beim Gasölpreis erneut aufwärts. Mit 234,25$ pro Tonne befindet sich der Preis auf Linie mit einem schwachen Aufwärtstrend.

Unsere Heizölpreise legen ebenfalls zu. Der Anstieg fällt moderat aus. Die verstärkende Wirkung eines steigenden Dollars fehlt momentan. Während die Entwicklung der Ölpreise z.Z. kaum vorhersehbar ist, kann man beim Dollar von einem stabilen Anstieg ausgehen. Daher sehen wir für unsere Heizölpreise im besten Fall einer Seitwärtsbewegung entgegen. Die Wahrscheinlichkeit eines Anstiegs schätzen wir als höher ein. So bleibt unsere Empfehlung auf Kauf beim aktuellen Niveau.

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