Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Neuer Anstieg droht

Die Bemühungen Saudi Arabiens, auf die Kundenanfrage nach mehr Öl einzugehen, gefallen einigen OPEC-Mitgliedern gar nicht. Sie sehen den Markt ausreichend versorgt und möchten nicht riskieren, dass ein mögliches Überangebot zum Abbruch der für sie so lukrativen Preisrallye führt. Wenn die Marktstimmung kippt, ist mit heftigen Kursverlusten zu rechnen. Libyen gibt den Rädelsführer der Preiskonservatoren und wurde zum Preistreiber, indem es lanciert, dass die Mengensteigerung Saudi Arabiens durch eine eigene Kürzung wieder kassiert werden könnte. Als preistreibend erwies sich auch die Zinszurückhaltung der US-Notenbank. Die von vielen Devisenexperten zur Inflationsbekämpfung als notwendig angesehene Zinserhöhung blieb bisher aus. Das ließ den Dollar stürzen und den Ölpreis steigen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Libyen droht Mengenkürzung
Zinszurückhaltung der FED und fallender Dollar
Streik- und terrorbedingte Produktionsausfälle in Nigeria
Israel droht dem Iran wegen des Atomprogramms
OPEC lehnt Produktionserhöhung ab
Hurrikansaison in den USA
Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe vor 2012

preisdrückende (bärische) Einflüsse: China setzt Inlandspreise für Ölprodukte herauf
Saudi Arabien bietet mehr Öl an
Aufsichtsbehörden um Dämpfung der Spekulation bemüht
Rückgang der OECD-Nachfrage erwartet
US-Regierung will Ölkonsum senken

Unsere Heizölpreise pendeln seitwärts. Der gestrige Preisanstieg am Weltmarkt wurde durch den weiter fallenden Dollar einigermaßen kompensiert. Die Aussichten auf einen Preisrückgang sind kurz nach ihrem Aufblitzen bereits wieder erloschen. Noch hält der Seitwärtstrend an. Aber selbst der wackelt. Banken, Spekulanten und Ölmagnaten wollen die nächste Preisstufe sehen. Dem unwägbaren Preisgeschehen können Verbraucher derzeit nur als Zaungast beiwohnen. Handlungsfähig sind sie aber nicht. Über den Verbrauch lässt sich der Markt langfristig mitgestalten. Verbrauchssenkung ist das Zukunftsthema eines Hausbesitzers.

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