Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Neuer Aufwärtstrend?

Gegen die Erwartungen der meisten Marktteilnehmer setzen sich die Preissteigerungen Stück für Stück durch. Charttechnisch hat sich ein leichter Aufwärtstrend ausgebildet. Er wird vom OPEC-Vorhaben, die Liefermengen zu kürzen, unterstützt.

Die aktuelle Versorgungslage wird nach wie vor als ausgewogen angesehen. Die Prognosen für die heute zur Veröffentlichung anstehenden Daten über die US-Vorräte weisen einen leichten Aufbau der Bestände auf. Das macht deutlich, dass viele Analysten an fallende Preise glauben. Auf Grund der andauernd hohen Nachfrage nach Heizöl in den USA sind allerdings Zweifel zu dieser Haltung angebracht.

Nach den Dissonanzen in den eigenen Reihen konnte sich die OPEC-Führung nun wenigstens beim Datum für das kurzfristig anberaumte Notmeeting durchsetzen. Es bleibt der 24. April. Ziel ist es, eine Kürzung der Liefermengen von wenigstens 1 Mio. Barrel pro Tag zu verabreden. Damit käme man dem prognostizierten Nachfrageschwund von 2 Mio. Barrel pro Tag im laufenden Quartal ein Stück entgegen. Die OPEC versucht den Rohölpreis in einer Spanne von 22$ bis 28$ zu halten. Aktuell liegt der sogenannte Korbpreis für verschiedene Ölsorten der OPEC bei 25,35$.

Charttechnisch kann die unterstützende Linie, die einen seit November 2001 gültigen Aufwärtstrend beschreibt, als stabil angesehen werden (siehe 36-Monats-Chart Rohöl). In Folge der Kriegsfortschritte im Irak war sie in einer kritischen Phase, da sich ein Durchbruch abzuzeichnen schien. Doch derzeit deutet nichts mehr einen Bruch dieser Unterstützung an.

Heute Morgen ziehen die Gasölpreise weiter an. Die Tonne kostet 240,75$. Das liegt klar über dem gestrigen Handelsverlauf.

Unsere Heizölpreise werden ebenfalls steigen. Nicht ganz konform mit unseren Erwartungen haben sie sich inzwischen recht deutlich von den Tiefststände am 7. April um knapp 8% abgesetzt. Damit haben sie ein wenig an Attraktivität eingebüßt. Sie sind allerdings immer noch für einen Kauf gut, zumal es derzeit nicht danach aussieht, als wollten sie in Kürze kräftig nachgeben.

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