Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Nicht alle Auguren sehen rosarot

Die Trends sind intakt. Für die Ölpreise gilt seit einiger Zeit, „wo ich bin, ist oben“. Der Dollar leistete sich eine Gegenreaktion zum Abwärtstrend. Die scheint ihrem Ende zuzugehen. Der bullische Trend des Öls speist sich primär aus sich selbst. Weil er gut läuft, zieht er weitere Spekulanten in den Markt. Hierzu trägt nicht zuletzt ein von Goldman & Sachs lanciertes Preisziel von 85 Dollar pro Barrel bei. Sekundär wird der Trend durch neue Prognosen der Nachfrageentwicklung getrieben. Diese basieren auf der Erwartung, dass die Rezession nachlässt und im nächsten Jahr überwunden wird. Klare Zahlen in diesem Sinn lieferte die EIA (Informationsbehörde des US-Energieministeriums) am Dienstag. Die IEA (Internationale Energie Agentur) beschreibt die Lage in ihren gestern veröffentlichten Bericht keineswegs optimistisch. Ihre frühere Prognose für 2009 wird sogar nach unten korrigiert. Das heißt für die Weltölnachfrage -2,9 Prozent. In der von vielen OECD-Staaten finanzierten Agentur äußert man sich dezidiert skeptisch bezüglich einer Wirtschaftserholung. Man erkenne allenfalls eine Bodenbildung der Rezession. Heute wird die OPEC ihre Sicht der Dinge darstellen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Goldman & Sachs setzen auf 85 Dollar für ein Barrel
EIA hebt Verbrauchsprognosen an
US-Vorräte sinken
Konjunktur wird freundlich gesehen
Haussierende Aktienmärkte
China importierte im April mehr Öl
Lieferausfälle in Nigeria
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: EIA, OPEC und IEA prognostizieren Verbrauchsrückgang
Wirtschaft steckt in einer Rezession
Überproduktion von Rohöl
Öllager randvoll

Unsere Heizölpreise steigen weiter. Sie folgen den internationalen Vorgaben. Der Dollar dämpft den Aufwärtsdrang. Er kann ihn aber nicht verhindern. Die Aussichten für die Heizölpreisentwicklung sind klar bullisch. Nur ein erneuter Einbruch der Wirtschaft oder die Erkenntnis, dass die Rezession noch ohne Sicht auf ihre Ende läuft, kann daran etwas ändern. Die einzig sichere Methode gegen höhere Wärmekosten ist die Steigerung der Effizienz, also neue Heizung und Wärmedämmung. Vor der Investition sollte das Haus unter die Lupe genommen werden. Das geht mit unserem Logbuch für den Heizölverbrauch.

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