Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Nicht nur die Irakkrise

Im Irakkonflikt werden die USA zunehmend von ihrem Weg abgedrängt. Das heißt allerdings nicht, dass ihr Krieg nicht stattfinden wird. Sie werden sich im Falle eines Angriff aber deutlich gegen den Willen der Weltöffentlichkeit stellen.

Einen Rückschlag erlitten die USA zum Wochenende als das türkische Parlament die sehr teuer verkaufte Freigabe ihres Territoriums für einen Angriff auf den Irak ablehnte. Nun soll die ersehnte Erlaubnis in einem zweiten Anlauf erkämpft werden. Unterdessen punktet Saddam Hussein vor der Weltöffentlichkeit mit der Zerstörung seiner getunten Raketen. Für die USA ist dieser Schritt unzureichend und verspätet. Sie ziehen ihre Vorbereitungen für einen Krieg unverändert durch. Hans Blix bescheinigt dem Irak inzwischen eine befriedigenden Kooperationsbereitschaft. Mit dem Zusatz, dass die aber eigentlich zu spät komme, trägt er zur Gesichtwahrung der USA bei.

In Summe kann man also durchaus entspannende Tendenzen im Irakkonflikt diagnostizieren. Die USA zeigen aber noch keine Kehrtwendung in ihrem Kriegsdrang. Dieser Umstand spiegelt sich bei der Ölpreisbildung wider. Z.Z. geht es runter, aber der Trend bleibt bei aufwärts.

Der mögliche Krieg wiegt allerdings nicht mehr so schwer im Preis wie vor drei Monaten. Während man im Herbst von einer Kriegsprämie im Ölpreis von 7-8$ sprach, wird diese heute mit lediglich 3-4$ angegeben. Der hohe Preis geht auch auf die äußerst angespannte Versorgungslage in den USA mit Heizöl zurück. Da das Wetter noch keine Wende verspricht, wird sich die Situation eher verschärfen. Es ist also auch bei einem nicht stattfindendem Krieg damit zu rechnen, dass die Preise hoch bleiben. Erst wenn eine nennenswerte Verbesserung in den Lagerbeständen sichtbar wird, kann man mit einem deutlichen Preisrückgang rechnen.

Der Gasölpreis signalisiert heute Morgen allerdings doch etwas Entspannung. Mit 333,50$ pro Tonne steht er leicht unter dem Schlusskurs vom Freitag.

Unsere Heizölpreise werden sich zunächst nur wenig bewegen. Vermutlich werden sie in den nächsten Tagen um das durchschnittliche Niveau von knapp unter 0,425 EUR pro Liter bei 3000 Liter Abnahmemenge pendeln. Mit etwas Glück sollten leichte Verbesserungen im Preis drin sein. Der mittelfristige Trend zu weiterer Verteuerung hat allerdings unverändert Bestand.

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