Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Nicht vor Herbstende

Der Euro-Gruppen-Chef Juncker will es zwar nicht, aber auch er hält mittlerweile einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone für verkraftbar. Er glaubt auch nicht, dass Griechenland vor dem Herbstende austritt oder überhaupt zu irgendeinem Zeitpunkt und begründet dies mit der geopolitischen Bedeutung Europas, die nur durch die gemeinsame Währung hoch gehalten werden könne. Hieraus spricht der Wunsch nach Bedeutung, auch ein gewisser Grad an wirtschaftlicher Vernunft, aber endlich schimmert auch ein Hauch von wirtschaftlicher Realität durch. Es bleibt extrem unwahrscheinlich, dass sich die griechische Wirtschaft ohne eine Abwertung einer eigenen Währung wieder fängt und sich ähnlich wettbewerbsfähig zeigt, wie beispielsweise die deutsche Wirtschaft. Und natürlich werden all jene, die auf einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone spekuliert haben, dafür bezahlen müssen. Das bedeutet insbesondere, dass auch Deutschland seinen Beitrag abschreiben wird müssen. Und genau das hält Juncker für verkraftbar. Der Kurs des Euro verkraftet solche Äußerungen jedenfalls nur schlecht und scheint seine Erholungsphase vorläufig zu beenden. Die Ölmärkte ziehen weiter an. Sie werden von bullischer Charttechnik und einer Reihe von preistreibenden Konflikten (Syrien und Iran) und technischen Ausfällen getrieben.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Zu viele Ölkäufer in Europa
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
OPEC-Produktion sinkt
Höhere Ölnachfrage im dritten Quartal erwartet
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Keine Stützungsaktionen von Politik und Notenbanken
Iran findet Wege, den Boykott zu lockern
Schwache Konjunkturaussichten
Schuldenkrise in Europa
OPEC produziert noch über Quote
Hohe Ölbestände weltweit (noch)
China importiert Öl aus dem Iran

Unsere Heizölpreise ziehen stark an. Der Euro kann dem Treiben auf den Ölmärkten nichts entgegen setzen. Wenn die Ölmärkte anziehen und der Euro schwächelt, wird es besonders teuer für den deutschen Heizölverbraucher. Wir sehen leider keine Anzeichen dafür, dass sich das in Kürze ändern wird. Zwar sind kleine Erholungsphasen nicht ausgeschlossen, aber die zu erwartenden Turbulenzen an den Devisenmärkten lassen kaum Hoffnung auf nennenswerte Preisnachlässe. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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