Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Nichts ist gut bei der Lösung der Schuldenkrise

An den Börsen wurde gestern der Grundstein für eine Trendwende gelegt. Heizöl wird dadurch leider nicht billiger. Gewendet werden die Trends von Öl- und Dollarnotierungen. Bis gestern lautete die Devise Öl rauf, Dollar runter. Seit gestern heißt es, Öl runter, Dollar rauf. Dass das ein Nullsummenspiel war und bleibt zeigen die Charts, zum Beispiel dieser hier.

Seit Wochen herrscht unter den Finanzjongleuren gute Stimmung. Sie träumen von neuen Höchstkursen an den Börsen. Politiker träumen vom Ende der Eurokrise und verkünden dieses verwundert und bewundernd für das eigene Tun. Der Beobachter der Szenerie sieht indes ein anderes Bild. Massen frisch gedruckten Geldes sollen die Probleme, die durch zuviel Geld im System und ein paar fehlerhafte politische Weichenstellungen der Vergangenheit entstanden sind, zuschütten. In Europa geht es vor allen Dingen um den Zusammenhalt der Eurozone. In den USA dreht sich alles um die Senkung der Arbeitslosigkeit. Weder das eine noch das andere will gelingen. In Europa werden neue Fehler durch die Ermächtigung einer nicht gewählten EU-Nomenklatur und die damit verbundene Auflösung der Demokratie ins System eingebaut. Sie vergrößern das Explosionspotential der Gemeinschaft. Wer über das Thema diskutieren will, wie die Premierminister Englands und Schwedens, wird isoliert. In den USA wandelt die Politik zwischen dem von Extremisten willentlich herbeigeführten Staatsbankrott und der Billigung immer höherer Staatsschulden, mit denen die fehlende Verschuldungsbereitschaft der Bürger erzwungen wird. Das Ergebnis ist gleichermaßen undemokratisch wie in Europa. Es beraubt die Bürger ihres Mitbestimmungsrechts. Und auch der Schlachtruf gegen die Krise ist identisch, Wachstum über alles. Dieses Wachstum gelingt für das Geld- und Finanzsystem. Dort pflanzt es sich zu den begüterten Schichten der Gesellschaften fort. Das untere Drittel der Menschen sitzt auf der Zuschauerbank. Es hat keine Perspektive, keine Arbeit und kein Geld. Wenn man dieses Drittel als Kostenblock aus den Büchern streicht, steigt die Produktivität der Volkswirtschaft. Hierin kommt die jüngste Entgleisung zeitgemäßer Volkswirtschaftslehre zum Ausdruck.

Nichts ist gut bei der Lösung der Schuldenkrise. So würde das kein Finanzjongleur ausdrücken. Aber er fühlt es so. Anders ist nicht zu erklären, dass eben diese Krise seit gestern wieder gehandelt wird. Es begann mit einem rasanten Verfall des Euros. Es folgten der DAX, die Ölnotierungen und schließlich der Dow Jones (US-Aktienindex). Heute Morgen ist der Nikkei (japanischer Aktienindex) dran. Nun bleibt abzuwarten, ob der Vorgang längerfristige Konsequenzen hat oder ob er nur eine Art Phantomschmerz war. Zum Stil der bisherigen „Rettungsmaßnahmen“ würde es passen, wenn er die Ouvertüre zu neuen Finanzpakten der Notenbanken wäre. Der Finanzszene ist es seit 2008 immer gelungen, durch die Darstellung kritischer Situationen an den Börsen Angst auszulösen, an deren vorläufigem Ende abermals Geld gedruckt wurde.

Heute Morgen ist eine merkwürdige Unruhe in den Börsennotierungen zu beobachten. Es geht abrupt auf und ab. Das Ende der Entwicklung ist vollkommen offen. Die Tonne Gasöl kostet 1.003,25 Dollar. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 96,26 Dollar und in London zu 115,45 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 74,09 Eurocent.

Unsere Heizölpreise steigen. Sie bewegen sich am oberen Rand ihres Seitwärtstrends. Es steht zu befürchten, dass sie diesen sprengen werden. Damit befänden sie sich auf Kurs einer ähnlich gelagerten Preisentwicklung wie vor einem Jahr. Die Begründung für eine solche Bewegung, wenn sie denn kommt, wäre allerdings anders als damals. Vor einem Jahr ließen sich mögliche Lieferengpässe mit der physischen Marktlage erklären. Das ist heute nicht der Fall. Öl ist reichlich vorhanden. Teuerung ist ausschließlich als Folge des exzessiven Gelddruckens erklärbar, also durch Inflation. Als solche ist sie logisch. Das Gegenstück dazu, die Überversorgung des Markts, kann sich aber gleichermaßen in den Heizölpreisen widerspiegeln. Insofern ist die Teuerung kein Zwangsmechanismus. Ich erwarte im Jahresverlauf ein Eingehen der Preise auf die reale Versorgungslage. Aktuell bleibt es dabei, dass Heizöl mit seiner Preisgleichheit zum letzten Jahr als „für den Kauf in Ordnung“ eingestuft werden kann. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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