Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Nichts ist stabil

In der letzten Woche wiesen die API-Daten über die US-Ölvorräte einen unerwartet starken Aufbau aus. In der Folge gerieten die Preise unter Druck. In dieser Woche nun geht es in die entgegengesetzte Richtung. Die Daten zeigen überraschend einen deutlichen Abbau und geben den Preisen damit Auftrieb. Die Schwankungen und ihre Folgen passen zu der momentanen Psyche des Marktes.

Die API-Daten i.E.:

Der Rohölbestand verliert zur Vorwoche 4,5 Mio. Barrel und liegt damit nur noch 0,2% über dem Vorjahresbestand.

Heizöl und Diesel verlieren zur Vorwoche 0,4 Mio. Barrel und stehen 15,4% höher in den Lagern als vor einem Jahr.

Benzin gewinnt 3,9 Mio. Barrel zur Vorwoche und steht 6,7% über dem Vorjahresbestand.

Vor dem Hintergrund der möglicherweise weiterbestehenden Lieferbeschränkungen der OPEC und einiger Nicht-OPEC-Staaten braut sich hier ein ordentliches Auftriebspotential für die Preise zusammen. Aus Norwegen verlautete, dass man eine Entscheidung über den weiteren Umgang mit dem Thema vom Verhalten der OPEC abhängig machen wird.

Die preistreibende Stimmung machte sich bereits gestern Nachmittag vor Veröffentlichung der Zahlen bemerkbar. Sie bekam mal wieder Unterstützung von Meldungen über Defekte an US-Raffinerien. Nach Börsenschluss und Bekanntgabe der Daten zogen die Preise im elektronischen Handeln weiter an. Etwas Zurückhaltung für deutlichere Reaktionen besteht naturgemäß noch bis die Zahlen der DOE herauskommen. Sie sind als Korrektiv zu verstehen.

Der Gasölpreis steht heute Morgen wie nicht anders zu erwarten wieder über der 200$-Marke. Der Aufschwung kann dennoch als verhalten angesehen werden. Der Markt wartet auf weitere richtungsweisende Meldungen.

Unser Heizölpreis gibt die Vorteile von gestern wieder ab. Seit Mitte April befindet er sich in einer Seitwärtsbewegung auf der Suche nach Klarheit. Die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch zu höheren Preisen halten wir derzeit wieder für deutlich höher als die Chance auf Preisrückgänge.

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