Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Nichts los im Stall

Die generelle Lage des Ölmarktes gibt Bullen keinen Anlass zur Freude. Die Nachfrage lahmt, die Öllager sind brechend voll, Tankerfrachten sind dramatisch eingebrochen, Hurrikane kommen trotz Hochsaison nicht, Chinas Börse der Hoffnung macht schlapp, die anderen Börsen stehen auch nicht mehr im Saft, die Terminbörsenaufsicht nervt, alle Institutionen mit Rang und Namen (Weltbank, EZB, OPEC, EIA, IEA) beurteilen die Konjunkturaussichten wenig optimistisch. Allenfalls ein paar Banken malen die Zukunft in rosigen Farben. Sie sind die Nutznießer der staatlichen Füllhörner. Sie sitzen auf Bergen von Spielgeld, mit dem sie nicht zuletzt den Ölpreis beeinflussen. Eigentlich wollen sie den viel höher sehen. Aber selbst diesen Giganten fällt es schwer, gegen die geballte Unfreundlichkeit des Marktes zu spekulieren. Charttechnisch sind die Preisaussichten ambivalent. Die Interpretation der Bilder liegt zwischen „Boden erreicht“ und „weiteres Abwärtspotenzial vorhanden“. Der Dollar eiert seitwärts.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Rückgang der US-Bestände
Für positiv erklärte Konjunkturdaten weltweit
Hurrikansaison in den USA
OPEC-Exporte sollen fallen
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Fallender Aktienmarkt in China
EIA, OPEC und IEA prognostizieren Verbrauchsrückgang
Weltbank sieht Weltwirtschaft schrumpfen
Überproduktion von Rohöl
Öllager randvoll

Unsere Heizölpreise durften gestern erneut sinken. Noch lässt der Weltmarkt dies zu. Dass das in den nächsten Tagen auch der Fall sein wird, ist alles andere als sicher. Mittelfristig halten wir tiefere Preise durchaus für möglich. Dafür sprechen die fundamentalen Marktverhältnisse. Gefahr droht auf unabsehbare Zeit von den wohlhabenden Banken, namentlich von der Deutschen Bank. Von dort wird gegen einen ausgewogenen Preis spekuliert. Wer sich vor den Folgen zügelloser Preistreiberei schützen will, muss beim Verbrauch ansetzen. Je geringer der ist, umso weniger angreifbar ist der persönliche Geldbeutel.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen