Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Normalität kehrt zurück

Der Auftrieb der Ölpreise ist gestoppt. Die Gefahr ist noch nicht endgültig gebannt. Es fehlt ein Waffenstillstandsvertrag zwischen Israel und der Hamas. Und es fehlt ein entspannendes Signal zum Dauerstreit um das iranische Atomprogramm. Immerhin, die Kontrahenten reden wieder miteinander über die Causa. Wir können also wieder auf den physischen Ölmarkt blicken. Der hat trotz des Embargos gegen den Iran und trotz einiger temporärer Produktionsausfälle reichlich Öl zu bieten. Lieferländer rüsten ihre Infrastruktur auf. Viele von ihnen sind von den Öleinnahmen abhängig. Wachsende Staatsausgaben können sie nur mit wachsenden Öleinnahmen decken. Insofern gibt es einen Zwang zur Produktionssteigerung. Noch bietet die Erde die Möglichkeit dazu. Auf der anderen Seite wird die Nachfrage wahrscheinlich nicht so steigen, wie das alte Schätzungen prognostizierten. Die Konjunktur wird in den nächsten Jahren verhalten wachsen, wenn sie überhaupt wächst. Für die Schwellenländer gilt der Zweifel nicht. China und andere werden zulegen und mehr Öl verlangen. Die alten Industrienationen werden hingegen ihren Ölkonsum drosseln. Aus heutiger Sicht wird es deshalb ein längerfristiges moderates Abwärtspotenzial für die Ölpreise geben. Es steht unter der ständigen Bedrohung von kriegerischen Gewaltausbrüchen in Schlüsselregionen.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: China wächst immer noch rasant
Geringe US-Heizölbestände
Lieferausfälle aus Nigeria
Geldvermehrung der Notenbanken
US-Fiskalklippe scheint auflösbar

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Waffenruhe zwischen Israel und Gaza
Wiederaufnahme der Atomgespräche mit dem Iran
Ölangebot hoch
OPEC produziert über Quote
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Globale Konjunkturaussichten schwach

Unsere Heizölpreise geben weiter nach. Entgegen anders lautender Befürchtungen bleiben sie im Kanal des kurzfristigen Abwärtstrends. Dabei konnten sie aufgrund der zwischenzeitlichen Aufwärtsbewegung keine Verbesserung zur Vorwoche einfahren. Das war angesichts des bedrohlichen Marktumfelds auch nicht zu erwarten. Allein die Tatsache, dass der Trend hält, ist die gute Nachricht. Sie eröffnet die Chance auf weitere gute Nachrichten über sinkende Preise. Fest gebucht sind die aber keineswegs. Sie sind lediglich wahrscheinlich. Aus heutiger Sicht steigt die Wahrscheinlichkeit im Verlauf des Winters. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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